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Linker Bamberger OB-Kandidat scheitert an formalen Anforderungen

Der Bamberger Linken-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, Stephan Kettner, ist an formalen Anforderungen gescheitert. Damit darf er bei der Kommunalwahl am 15. März nicht antreten.

Stephan Kettner darf bei der Kommunalwahl im März nicht antreten. Der 49-jährige Kandidat der “Bamberger Linken Liste” hat die österreichische Staatsbürgerschaft – für das Amt des Oberbürgermeisters können in Bayern jedoch nur Kandidaten mit der deutschen Staatsbürgerschaft kandidieren. Da sei die “rechtliche Situation klar”, räumte Stephan Kettner gegenüber dem Bayerischen Rundfunk ein. Das habe er jedoch bei seiner Kandidatur im November vergangenen Jahres “nicht auf dem Schirm gehabt”. Die Stadt Bamberg haben ihn vor Weihnachten schließlich darauf hingewiesen.

Einbürgerung vor der Kommunalwahl unwahrscheinlich

Bei seinem Antrag auf die deutsche Staatsbürgerschaft habe er dann angegeben, dass er Mitglied in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA) ist. Die Organisation wird vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet. Der Verfassungsschutz habe daraufhin eine Anhörung eingefordert. Eine Einbürgerung Kettners bis zum 15. März ist inzwischen unwahrscheinlich. Die Stadtsprecherin Ulrike Siebenhaar bestätigte, dass das Prüfungsverfahren noch läuft. Der 49-jährige Sozialpädagoge ist hauptberuflich bei der globalisierungskritischen Organisation Attac tätig.

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