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Kritik an Sadiq Khan: Zahl der Polizisten in London sinkt um 1.460

Die konservative Partei hat scharfe Vorwürfe gegen Londons Bürgermeister Sadiq Khan erhoben, nachdem die Zahl der Polizeibeamten in der Hauptstadt im vergangenen Jahr um 1.460 gesenkt wurde. Die Opposition beschuldigte Khan, sein Versprechen, mehr Polizisten auf die Straßen zu bringen, gebrochen zu haben.

Rückgang bei der Metropolitan Police

Die Zahl der Polizisten in England und Wales sank bis Ende September 2025 auf 145.550. Der Rückgang von 4,3 Prozent ist fast ausschließlich auf die Metropolitan Police zurückzuführen, die einen drastischen Verlust von Beamten verzeichnete. Besonders auffällig war der Verlust in der Londoner Polizei, was zu politischen Spannungen führte.

Diese Zahlen wurden kurz nach der Vorstellung eines umfassenden Reformplans durch die Innenministerin veröffentlicht, der tiefgreifende Änderungen für die britische Polizei vorsieht. Dazu gehören die Reduzierung der Anzahl der Polizei-Dienststellen in Großbritannien und eine stärkere Konzentration auf größere Einheiten, die örtliche Bereiche abdecken. Darüber hinaus soll der Einsatz von Live-Gesichtserkennungs-Kamera-Vans ausgeweitet werden, nachdem ein Pilotprojekt in London erfolgreich war.

Die Kritik der Konservativen richtete sich vor allem gegen Sadiq Khan. Susan Hall, Vorsitzende der Konservativen im Londoner Parlament, bezeichnete Khan als „Verantwortlichen für die Zerstörung der Polizei in der Hauptstadt“. Sie sagte, der Bürgermeister habe „seine Versprechungen über mehr Polizisten gebrochen“ und stattdessen die Sicherheit in London gefährdet, indem er weniger Polizeipräsenz zuließ. Hall warf Khan vor, der Öffentlichkeit gegenüber eine falsche Darstellung abgegeben zu haben und kündigte an, dass die Konservativen in den bevorstehenden Kommunalwahlen im Mai für eine stärkere Unterstützung der Polizei eintreten würden.

Der Schatten-Innenminister der Labour-Partei, Chris Philp, äußerte ebenfalls Kritik und sprach von einer „Zerstörung der Polizeiarbeit“ durch die Labour-Regierung, die Reformen im Polizei- und Sicherheitsbereich durchsetze und gleichzeitig die Zahl der verfügbaren Polizisten verringere. Laut Philp werde London nun mit mehr als 1.450 weniger Beamten auf den Straßen auskommen müssen.

Die Regierung reagierte auf diese Vorwürfe und verwies auf den Rekrutierungsplan, der darauf abzielt, bis 2029 insgesamt 13.000 zusätzliche Polizeibeamte für die Nachbarschaftsarbeit zu gewinnen. Im Jahr 2026 sollen bereits 3.000 neue Polizisten in den Dienst gestellt werden, was in den kommenden Monaten zu einer sichtbaren Zunahme der Polizeipräsenz führen soll. Offizielle Daten zeigen, dass im vergangenen Jahr 2.383 neue Polizisten und Gemeinschaftsunterstützungsbeamte in Nachbarschaftspositionen versetzt wurden.

Ein Sprecher des Innenministeriums betonte, dass die Rekrutierung von Polizisten und die Wiederherstellung der Nachbarschaftspolizei durch die Regierung Priorität habe. Zudem sei die Polizei mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet worden, um die Arbeit vor Ort zu intensivieren.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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