Korruptionsprozess: Ex-Lechstahl-Chef erwartet heute in Meitingen/Augsburg das Urteil.

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Korruptionsprozess: Ex-Lechstahl-Chef erwartet heute in Meitingen/Augsburg das Urteil.

Hunderttausende Euro Schmiergeld soll der ehemalige Lechstahl-Chef kassiert haben. Er sitzt seit fast einem Jahr in Untersuchungshaft. Das Urteil wird heute erwartet.

Heute wird das Urteil im Korruptionsprozess gegen den Ex-Lechstahl-Chef verkündet.

Am Mittwoch entscheidet sich das Schicksal des 55-Jährigen: Kommt er relativ glimpflich davon oder muss der ehemalige Top-Manager für mehrere Jahre hinter Gitter? Die 15. Strafkammer des Augsburger Landgerichts wird im sogenannten “Lechstahl-Prozess” drei Männer verurteilen: einen Unternehmer aus dem Eichstätter Land, seinen Steuerberater und den 55-jährigen ehemaligen Geschäftsführer des Stahlwerks in Herbertshofen bei Meitingen.

Ihm wird vorgeworfen, mehr als eine dreiviertel Million Euro an Bestechungsgeldern als Gegenleistung für überteuerte Aufträge an Subunternehmer des Stahlriesen erhalten zu haben, so die Anklageschrift. Staatsanwältin Nazanin Mozaffari forderte vergangene Woche eine Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten. Außerdem soll er 1,2 Millionen Euro Schadenersatz zahlen. Einen Teil davon soll der 55-Jährige bereits gezahlt haben. Bei der Razzia wurden unter anderem ein Sportwagen und eine Harley-Davidson erbeutet. Die Autos wurden von der Justiz für insgesamt 100.000 Euro versteigert, so die Verteidigung. Die 55 Jahre alten Anwaelte fordern eine zweieinhalbjaehrige Haftstrafe fuer ihren weitgehend gestaendigen Mandanten.

Ex-Lechstahl-Manager steht unter Korruptionsvorwürfen, eine Großrazzia ist für März 2020 geplant.

Mehr als ein Jahr Straf- und Ermittlungsverfahren hat mit dem heutigen Urteil ein Ende gefunden – zumindest vorläufig. Über 150 Polizisten, Staatsanwälte und Steuerfahnder hatten im März 2020 über 30 Wohnungen durchsucht und zahlreiche Männer festgenommen. Der ehemalige Lechstahl-Chef sitzt inzwischen in Untersuchungshaft, die Firma seines mitangeklagten Komplizen aus dem Landkreis Eichstätt ist inzwischen pleite. Auch in Gablingen wurde der Unternehmer festgenommen.

Das Schmiergeldsystem, an dem mehrere Firmen beteiligt gewesen sein sollen, soll von einem inzwischen verstorbenen Manager aus dem Imperium des Lechstahl-Eigentümers Max Aicher eingefädelt worden sein. Der obszön reiche Geschäftsmann sagte auch vor Gericht aus. Er hatte den 55-jaehrigen Angeklagten frueher angestellt und weigerte sich lange, die gegen ihn erhobenen Vorwuerfe zu glauben.

Außerdem sagte auch

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