Kommentar: Die Nacht der Augsburger Krawalle: Strengere Regeln sind nicht genug

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Kommentar: Die Nacht der Augsburger Krawalle: Strengere Regeln sind nicht genug

Was wir heute brauchen, ist eine starke Reaktion, um weitere Krawalle zu verhindern, sowie innovative Ansätze, um die schockierende Erosion der Werte zu bekämpfen.

Nacht der Augsburger Krawalle: Schärfere Regeln reichen nicht aus

Nach den Ausschreitungen in der Innenstadt am Wochenende herrscht noch immer eine Mischung aus Schock und Sprachlosigkeit. Die Eskalation hingegen kam nicht unerwartet. Seit dem Ende der Abriegelung hatte etwas geschwelt. Die Polizei hatte bereits in ihren Mitteilungen darauf hingewiesen, wie dramatisch sich der Ton spätabends vor allem entlang der Maximilianstraße ändert und dass sich die Wut vor allem gegen die Beamten richtet. Nach außen hin verströmte die Stadt immer noch den Anschein eines pulsierenden, fröhlichen Großstadtsommers. Und das ist nicht ganz falsch: Es gibt einen angenehmen Stadtsommer. Allerdings gibt es eine nicht unerhebliche Anzahl von Jugendlichen, die auf Krawall aus sind – mehrere Hundert, wie am Wochenende eindrucksvoll gezeigt wurde -, die auf Krawall aus sind.

Man muss sich fragen, was da schief gelaufen ist.

Die Stadt hatte keine andere Wahl, als mit härteren Gesetzen zu reagieren, und das hat sie in vernünftiger Weise getan. Die Stadt kann das nicht einfach so stehen lassen. Wir müssen die Situation weiter untersuchen, um festzustellen, wer zu dieser randalierenden Bande gehört. Wir müssen nachfragen, was schief gelaufen ist, dass sich so viele Jugendliche über Regeln hinwegsetzen. Auch, ob es ein Problem mit der Vermittlung der gemeinsamen Werte gibt, die den Kern unserer Gesellschaft ausmachen. Um ähnliche Gräueltaten zu verhindern, ist jetzt eine starke Reaktion erforderlich. Und wir brauchen innovative Ideen für langfristige Lösungen gegen den erschreckenden Werteverlust.

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