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Kindl Brauerei: Scheitert Neueröffnung an Behörden?

Das traditionelle Münchner Kindl Bier soll wiederaufleben. Gastronom Dietrich Seiler und sein Sohn Luis wollen dafür eine neue Brauerei bauen. Doch es gibt behördliche Hürden. Zur Auftakt-Pressekonferenz kam Ottfried Fischer als Unterstützer.

Der Gastronom Dietrich Seiler und sein Sohn Luis wollen das traditionelle Kindl Bier wieder brauen. Als Standort dafür soll eine alte Ami-Tankstelle an der Tegernseer Landstraße, am Stadteingang von München, dienen. Anstatt der ehemaligen Tankstelle, soll dort nach ihren Vorstellungen in Zukunft das historisch angehauchtes Backstein-Gebäude der Brauerei stehen. Doch die Behörden stellen sich quer.

Behörden stehen im Weg

Bis jetzt haben die Seilers keine Baugenehmigung bekommen. Erst müsste der Flächennutzungsplan des Geländes geändert werden. Die vollversiegelte Fläche der Tankstelle ist im Moment als “ökologische Vorrangfläche” deklariert. Für Dietrich Seiler ist das allerdings ein reiner Verwaltungsfehler, der auf Fehlentscheidungen der Vergangenheit beruht. Der aktuelle Flächennutzungsplan hätte nichts mit der tatsächlichen ökologischen Wertigkeit des Grundstücks zu tun.

Viele Befürworter des Projekts

Für Seiler ist der Widerstand der Behörden unverständlich. Man habe alle Parteien hinter sich, selbst der Bund Naturschutz unterstütze das Projekt, “weil wir ein Viertel der Fläche entsiegeln”. Statt des Asphaltbodens, soll eine Blumenweide für Wildbienen, eine Pferdekoppel und ein Hopfengarten entstehen. Die Seilers haben nun eine Petition im Landtag eingereicht, um das Bauvorhaben der Brauerei doch noch umzusetzen.

Seiler setzt auf Unterstützung der Öffentlichkeit

Die Seilers traten zusätzlich an die Öffentlichkeit und luden zur Pressekonferenz ein. Auf der warb auch Ehrengast Ottfried Fischer für die Brauerei.

“Hier geht es um das Reinheitsgebot und um eine neue Brauerei, die das ganz klar einhalten wird. Alles Gute für diese Irrfahrt, diese Odyssee des Biers, für die Brauerei, durch die Münchner Verwaltung.” Ottfried Fischer, Kabarettist

Obwohl das Gelände für die Münchner Verwaltung eigentlich “reine Natur” sein sollte, zeigen sich die Behörden nun kompromissbereit. Cornelius Mager, Lokalbaukommission Stadt München sagt dazu: “Die Gutachten liegen uns jetzt vor und wir versuchen das Verfahren durch Stadtratsbeschluss, so früh wie möglich, jedenfalls im ersten Halbjahr 2020 einzuleiten.”