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Keke Palmer will künftig nicht mehr mit Partner zusammenwohnen – selbst nach einer Hochzeit

Die Schauspielerin und Sängerin Keke Palmer hat eine klare neue Beziehungsregel für sich aufgestellt, die traditionelle Vorstellungen von Partnerschaft infrage stellt. In einem Interview mit der „Today“-Show erklärte sie, sie werde nie wieder mit einem romantischen Partner zusammenziehen, selbst wenn sie diese Person heiraten sollte.

„Living Apart Together“ als Modell für Autonomie

Als Grund nannte Palmer ihr Bedürfnis nach persönlichem Raum und Alleinsein. Sie bezog sich dabei auf eine Aussage von Whoopi Goldberg, mit der sie sich identifiziere: „Ich will niemanden in meinem Haus.“ Ihre Haltung sei, betonte sie, nicht Ausdruck mangelnder Liebe, sondern diene dem Erhalt ihrer eigenen Identität und ihres Seelenfriedens.

Diese Entscheidung wird auch von ihren bisherigen Erfahrungen geprägt. Nach der öffentlich ausgetragenen Trennung von Darius Jackson, dem Vater ihres zweijährigen Sohnes Leodis, hat Palmer überdacht, was eine gesunde Beziehung für sie bedeutet. Die Idee einer „Living Apart Together“-Lösung (LAT), also getrennte Haushalte trotz festen Paarbindungs, stieß bei ihr auf sofortige Zustimmung.

Moderatorin Sheinelle Jones schlug vor, man könne ja in derselben Nachbarschaft wohnen. Palmer gefiel dieser Kompromiss, wie sie mit einem Augenzwinkern andeutete: Dies halte die Romantik lebendig, da es der Alltäglichkeit und Vertrautheit vorbeuge, die oft die Leidenschaft ersticke. Ihr neues Mantra könnte lauten: „Vermisst du mich? Komm vorbei. Und dann geh wieder nach Hause.“

Die Schauspielerin betonte, wie wichtig es sei, solche persönlichen Grenzen früh in einer Beziehung anzusprechen. In einer Zeit, in der unverbindliche „Situationships“ verbreitet sind, setzt sie mit ihrer Klarheit ein bewusstes Gegenzeichen.

Ein globaler Trend gewinnt an Bedeutung

Mit ihrer Haltung steht Palmer nicht allein da. Das „Living Apart Together“-Modell findet international immer mehr Anhänger, besonders unter Frauen. Für viele ist es eine Strategie, die persönliche Unabhängigkeit zu wahren und der oft ungleichen Verteilung von Hausarbeit in einem gemeinsamen Zuhause zu entgehen.

Ihre Äußerungen stellen die konventionelle Annahme in Frage, dass das Zusammenziehen der ultimative Gradmesser für Ernsthaftigkeit und Verpflichtung in einer Beziehung sei. Indem Palmer ihr eigenes Wohlbefinden und das ihres Sohnes in den Vordergrund stellt, wirbt sie für ein Beziehungsmodell, das sich an der Person und nicht an der Tradition orientiert. Für sie könnte der Schlüssel zu einem glücklichen Liebesleben tatsächlich eine separate Haustür sein.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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