Keir Starmer und Xi Jinping betonen die Bedeutung eines Neuanfangs in den Beziehungen zwischen Großbritannien und China
Wiederaufnahme der Dialoge
Der britische Premierminister Keir Starmer hat sich in Beijing mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping getroffen, um die Beziehungen zwischen Großbritannien und China zu intensivieren und zu stabilisieren. In einem Gespräch, das etwa eine Stunde und 20 Minuten dauerte, diskutierten beide Führer über die Notwendigkeit, die diplomatischen und wirtschaftlichen Verbindungen der beiden Nationen zu erneuern.
Starmer, der erstmals als Premierminister China besucht, betonte, dass die Beziehungen zu China eine strategische Bedeutung für Großbritannien haben, sowohl in wirtschaftlicher als auch in geopolitischer Hinsicht. Er erklärte: „China ist ein entscheidender Akteur auf der globalen Bühne, und es ist von entscheidender Bedeutung, eine differenzierte Beziehung zu ihm aufzubauen.“
Xi Jinping zeigte sich in seiner Begrüßung offen für eine langfristige Partnerschaft mit Großbritannien. „Die Beziehungen zwischen China und Großbritannien haben in der Vergangenheit einige schwierige Phasen durchlaufen, die nicht im Interesse unserer beiden Länder waren“, sagte er und unterstrich die Bedeutung des Dialogs, insbesondere in einer „turbulenten und fluiden“ Weltlage. Er stellte klar, dass der Dialog sowohl für den Weltfrieden als auch für die Volkswirtschaften beider Nationen unerlässlich sei.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und bilaterale Abkommen
Der Premierminister reiste mit einer Delegation von 54 Vertretern britischer Unternehmen und kultureller Institutionen an, die darauf abzielen, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu stärken. Im Rahmen der Gespräche wird erwartet, dass ein Abkommen unterzeichnet wird, das eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Bekämpfung illegaler Migration über den Ärmelkanal umfasst. Ein wichtiger Punkt dieses Abkommens ist die gemeinsame Bekämpfung des Schmuggels von kleinen Booten, bei dem ein erheblicher Anteil der verwendeten Motoren aus China stammt.
Xi Jinping hob hervor, dass Großbritannien unter früheren Labour-Regierungen bedeutende Beiträge zur Entwicklung der bilateralen Beziehungen geleistet habe. Er betonte auch, dass China bereit sei, eine konsistente und langfristige strategische Partnerschaft mit Großbritannien zu entwickeln, die beiden Völkern zugutekommen werde.
Die Führungskräfte sprachen auch über die geopolitischen Herausforderungen der Gegenwart und die Notwendigkeit, bei der Bewältigung dieser globalen Herausforderungen zusammenzuarbeiten. Beide Seiten stimmten darin überein, dass gute Dinge Zeit brauchen, und dass es wichtig sei, „den Differenzen zu trotzen“, um eine langfristige Partnerschaft zu schaffen.
Die Gespräche zwischen Xi und Starmer spiegeln ein erneuertes Engagement beider Länder wider, ihre Zusammenarbeit über die vergangenen Spannungen hinweg zu stärken, insbesondere in einer Zeit, in der der internationale Kontext durch Unsicherheiten geprägt ist.