Keir Starmer auf China-Reise: Wer begleitet ihn und warum?
Sir Keir Starmer ist zu einem dreitägigen Besuch in Peking eingetroffen, der ersten Reise eines britischen Premierministers nach China seit 2018. Ziel des Besuchs ist es, die Beziehungen zwischen Großbritannien und China zu verbessern, und dabei wird Starmer von einer Vielzahl von Ministern, Geschäftsführern und Kulturvertretern begleitet.
Der Premierminister wird am Donnerstag mit Chinas Präsident Xi Jinping und Premier Li Qiang zusammentreffen, bevor er am Freitag nach Shanghai reist, um Gespräche mit lokalen Unternehmern zu führen. Diese Reise fällt in eine Phase, in der die britische Regierung bestrebt ist, die Handels- und Wirtschaftsdiplomatie mit China neu zu gestalten. An der Seite des Premierministers reisen mehr als 50 britische Geschäfts- und Kulturschaffende, darunter auch hochrangige Vertreter von Unternehmen wie HSBC, GSK, Jaguar Land Rover und dem Naturhistorischen Museum.
Wichtige Teilnehmer und Ziele der Reise
Unter den Delegierten befinden sich auch Wirtschaftsminister Peter Kyle und die Staatssekretärin für Wirtschaft, Lucy Rigby. Kyle, der bereits im September letzten Jahres China besuchte, betonte im Vorfeld, dass Großbritannien und China seit Jahren nicht ausreichend in eine vertiefte Zusammenarbeit investiert hätten. „Wir wollen den Handel zwischen uns florieren lassen“, erklärte er. „Die Stärken des Vereinigten Königreichs passen zunehmend zur schnell wachsenden chinesischen Wirtschaft.“
Lucy Rigby, die mit auf die Reise geht, hob hervor, dass Großbritanniens weltweit führende Finanzdienstleistungsbranche eine Schlüsselrolle im Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zu China spielt. Sie sieht große Chancen für eine Zusammenarbeit, die sowohl Arbeitsplätze in Großbritannien schafft als auch das Wirtschaftswachstum stärkt.
Auch der Geschäftsführer von British Airways, Colm Lacy, ist Teil der Delegation. Er erklärte, dass die Fluggesellschaft stolz darauf sei, die Reise des Premierministers zu unterstützen und die Verbindungen zwischen Großbritannien und China weiter zu stärken.
Ein weiteres Mitglied der Delegation ist Doug Gurr, Direktor des Naturhistorischen Museums, der das Ziel verfolgt, die kommerziellen Aktivitäten des Museums auf dem chinesischen Markt auszubauen. Seit über 15 Jahren reist die Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ regelmäßig nach China, und Gurr hofft, neue Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Forschung und Wissensaustausch zu entwickeln.
Zu den weiteren prominenten Delegierten zählen Brendan Nelson, Vorsitzender von HSBC, und Jason Windsor, CEO von Aberdeen Group. Auch Airbus‘ General Counsel John Harrison sowie führende Vertreter von Pharmaunternehmen wie AstraZeneca und GSK begleiten die Reise.
Die Reise dient dazu, die Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen wie Finanzdienstleistungen, kreativen Industrien und der Life-Science-Expertise auszubauen. China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, ist der drittgrößte Handelspartner Großbritanniens und unterstützt rund 370.000 britische Arbeitsplätze.
Es war ursprünglich gemeldet worden, dass auch die britische Finanzministerin Rachel Reeves Teil der Delegation sein würde, jedoch bestätigte das Finanzministerium später, dass sie nicht mitfährt. In der Zwischenzeit hatte Reeves bereits beim Weltwirtschaftsforum in Davos ein Treffen mit ihrem chinesischen Finanzminister-Kollegen abgehalten, um die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern zu stärken.