Kampagnenführer kritisieren Fußballgewerkschaft für Weigerung, das Gehirnkrankheitsrisiko durch Kopfballspiel anzuerkennen
Eine Fußballkampagne hat die Spielervereinigung PFA (Professional Footballers‘ Association) scharf dafür kritisiert, das Ausmaß der Gehirnkrankheiten, die mit dem Kopfballspiel in Verbindung stehen, nicht anzuerkennen.
Die Kritik folgt auf die Feststellung eines Gerichts, dass Kopfballübungen „wahrscheinlich“ zum Tod von Gordon McQueen, einem ehemaligen Fußballstar von Schottland, durch Demenz im Jahr 2023 beigetragen haben. McQueen, der sowohl für Leeds als auch Manchester United spielte, verstarb nach einer jahrelangen Auseinandersetzung seiner Töchter, Hayley McQueen und Anna Forbes, die sich für eine bessere Spielerprotektive Politik einsetzten.
Gehirnerkrankung im Fußball
Judith Gates, die Gründerin der Charity Head Safe Football, erklärte, dass die PFA nicht ausreichend auf die Schwere des Problems vorbereitet sei. Gates, die die Organisation nach dem Tod ihres ehemaligen Ehemannes Bill ins Leben rief, zeigte sich besorgt darüber, dass die Fußballunion noch immer nicht genug tue, um Spieler vor den langfristigen Risiken wiederholter Kopfstöße zu schützen.
Chronic Traumatic Encephalopathy (CTE), eine fortschreitende Gehirnerkrankung, die mit wiederholten Kopfverletzungen in Kontakt-Sportarten verbunden ist, führt zu kognitiven Problemen, Verwirrung, Aggressionen und langfristig zu Demenz. Diese Erkrankung beginnt oft in jungen Jahren und verschlechtert sich über die Jahrzehnten hinweg. Es wird angenommen, dass CTE besonders in den unteren Ligen und unter ehemaligen Profispielern weit verbreitet ist.
Gates betonte, dass es „unmissverständliche Beweise“ für die Gefahren von CTE gibt und dass der Fußball eine strukturierte Vorgehensweise zum Schutz zukünftiger Generationen brauche. Ihrer Meinung nach sei die PFA „unvorbereitet auf das Ausmaß des CTE-Problems im Fußball“ und könne den wachsenden Bedarf an Unterstützung für betroffene Spieler und deren Familien nicht ausreichend decken.
Die PFA erklärte in einer Stellungnahme, dass es weiterhin einer kollektiven Antwort bedürfe, „aus dem Fußball und darüber hinaus“, um sicherzustellen, dass ehemalige Spieler, die an neurodegenerativen Erkrankungen leiden, und ihre Familien „angemessen anerkannt und unterstützt“ werden.