Junge Schotten sparen Hunderte Pfund im Vergleich zum Rest des Vereinigten Königreichs bei Busreisen
Kostenlose Busfahrten für alle unter 22 Jahren in Schottland
In Schottland profitieren junge Menschen von einer kostenlosen Busfahrt, die sie jährlich Hunderte Pfund im Vergleich zu ihren Altersgenossen in England sparen lässt. Die Regierung von Schottland führte diese Maßnahme zunächst für alle unter 21 Jahre ein und erweiterte sie später auf alle unter 22 Jahre. Die schottische Regierung behauptet, dass mehr als 274 Millionen kostenlose Busfahrten seit der Einführung dieser Regelung in Anspruch genommen wurden.
Im Gegensatz dazu hat die britische Regierung einen ähnlichen Vorschlag, der von einem Ausschuss des Westminster-Parlaments empfohlen wurde, im Oktober abgelehnt. Die Entscheidung wurde mit den hohen Kosten begründet, jedoch erklärten Minister, dass sie mit Transport Scotland zusammenarbeiten möchten, um die Vorteile dieses Modells besser zu verstehen.
Eine Untersuchung der Westminster-Gruppe der Schottischen Nationalpartei (SNP) zeigte, dass ein Buspass für Studierende in London jährlich 692 Pfund kostet und im Südosten Englands sogar bis zu 1.570 Pfund erreichen kann. Für Nicht-Studierende steigen die Preise noch weiter – in London liegt der Preis bei 988 Pfund und kann im Nordwesten Englands bis zu 1.488 Pfund betragen, basierend auf dem Kauf von zwölf 28-Tage-Pässen.
Politische Reaktionen und Ausblick
Graham Leadbitter, der Transportsprecher der SNP im britischen Parlament, betonte, dass junge Menschen in Schottland durch das Modell der SNP jährlich Tausende von Pfund sparen im Vergleich zu denjenigen, die unter der Regierung von Keir Starmer in England leben. Leadbitter bezeichnete die Zahl der eingesparten Gelder als „kollektive Ersparnis in Höhe von Hunderten Millionen Pfund“.
Die schottische Regierung sieht dieses Busreiseangebot als Teil ihrer umfassenderen Bemühungen um die Unterstützung des Lebensunterhalts im Land. Laut Leadbitter stellt es ein wichtiges Element der besten Lebenshaltungskostenunterstützung in Großbritannien dar. Im Gegensatz dazu habe die Labour Party unter Starmer „Brexit-Britannien von schlecht zu schlechter gemacht“ und sei nicht vertrauenswürdig, wenn es darum gehe, Versprechen zu halten.
Ein Sprecher der britischen Regierung erklärte, dass das Vereinigte Königreich 3 Milliarden Pfund in bessere Busdienste investiere und den lokalen Führern die Flexibilität gebe, eigene lokale Fahrpreisangebote einzuführen.