Italien meldet 92 neue Todesfälle, Zivilassistenten entfachen Streit

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ROM

Italien meldete am Montag 92 weitere Todesfälle durch das neuartige Coronavirus, was die Zahl der Todesopfer auf 32.877 erhöhte, als eine Forderung der Regierung nach 60.000 Freiwilligen, die zur Sicherstellung der sozialen Distanzierung benötigt wurden, eine neue Kontroverse innerhalb der Regierungskoalition auslöste.

Der geringe Anstieg der am Montag registrierten Todesfälle bestätigt den sich verlangsamenden Trend des Virusausbruchs und zeigt, dass der Höhepunkt der Krise zurückgelassen wurde.

Die Zahl der aktiven Infektionen ging am Montag erneut um 1.294 zurück und lag bei 55.300.

In der Zwischenzeit stiegen die Genesungsraten weiter auf 141.981, da mehr Patienten die Intensivstation verließen, was den Druck auf das angespannte italienische Gesundheitssystem verringerte.

Die nördliche Lombardei bleibt das Epizentrum der Pandemie. Die Zahl der Todesopfer steigt auf 15.874, fast die Hälfte der Gesamtzahl.

Fotos von italienischen Stränden und Plätzen voller Menschen, die das erste Wochenende im Freien genossen, alarmierten weiterhin Behörden und Experten.

Dies veranlasste die lokalen Behörden, 60.000 Freiwillige zu rekrutieren, die den Menschen helfen werden, die sozialen Distanzierungsmaßnahmen einzuhalten.

Der Schritt löste jedoch eine neue politische Kontroverse aus, als das Innenministerium sich darüber beschwerte, dass es nicht über die Initiative informiert wurde und mehrere Politiker Zweifel an den neuen Zahlen äußerten.

Die Idee kam vom Minister für regionale Angelegenheiten Francesco Boccia und dem Verband der Kommunen, die planen, nächste Woche einen Aufruf zur Einstellung zu starten.

Die Freiwilligen verpflichten die Menschen – „mit Freundlichkeit“ und ohne die Möglichkeit, Geldstrafen zu verhängen -, die Regeln der sozialen Distanzierung in den Parks, Stränden und Clubs einzuhalten und gleichzeitig den schwächsten Teil der Bevölkerung, einschließlich Kinder und ältere Menschen, zu unterstützen.

Zivilassistenten oder Freiwillige müssen älter als 18 Jahre, arbeitslos oder einkommensschwach sein und von sozialen Sicherheitsnetzen unterstützt werden.

Sie werden nicht bezahlt und funktionieren erst, wenn die italienische Regierung das Ende des Ausnahmezustands erklärt, nachdem sie von den örtlichen Behörden geschult wurden.

Die Zahl der Zivilassistenten hat jedoch auch bei Bürgern Kritik ausgelöst, die befürchten, ihre Freiheit weiter einzuschränken.

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