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Insider-Fragen und Antworten: Jack Heath von der Washington Trust Bank

PHOENIX – Große und kleine Banken mussten sich dramatisch an die Coronavirus-Pandemie anpassen. Sie haben Filialen geschlossen, da Kunden mit ihren Schulden in Verzug geraten und kleine Unternehmen, denen es im Februar gut ging, in eine Notlage geraten.

Die Washington Trust Bank ist eine über hundert Jahre alte Bank in Familienbesitz mit 42 Filialen in Washington, Idaho und Oregon. Die Produktivität musste radikal gesteigert werden, um Anträge für das Gehaltsscheckschutzprogramm der Bundesregierung zu verwalten. Es handelt sich um Notfalldarlehen im Wert von 349 Milliarden US-Dollar, um die Arbeitnehmer in Jobs zu halten und Rechnungen zu bezahlen. In den ersten Tagen des Programms haben die Kreditsachbearbeiter des Washington Trust 20-mal so viele Kreditanträge bearbeitet wie normalerweise in einem ganzen Jahr.

Jack Heath ist der CEO von Washington Trust. Das Interview ist aus Gründen der Länge und Klarheit bearbeitet.

F: Ihre Bank musste ihren Geschäftsbereich für Kleinunternehmen nach der Pandemie schnell vergrößern. Was war das Ergebnis?

A: Die erste Phase des Gehaltsscheckschutzprogramms verlief für uns sehr gut. Die ständige Herausforderung war das E-Tran-System der Small Business Administration. Es war langsam, wir konnten erst am ersten Tag 57 Bewerbungen einreichen. Jetzt haben wir 3.800 Anträge für die erste Phase gestellt und mehr als 1.000 Anträge für die zweite Phase. Insgesamt haben wir in nur zwei Wochen Kredite in Höhe von 1,2 Mrd. USD für PPP vergeben.

F: Was ist mit Ihren Filialen?

A: Wir werden langsam und umsichtig wieder öffnen. Wir haben durch diese Krise gelernt, dass wir Kunden aus der Ferne beantworten und ihnen helfen können. Wenn sie einen Termin benötigen, stellen wir sie ihnen zur Verfügung. Wir haben auch Drive-Thru-Banking. Online-Banking war ein Muss und wir waren unserer IT-Abteilung dankbar, die trotz der steigenden Nachfrage alles am Laufen gehalten hat.

F: Viele Banken mussten aufgrund von COVID Kredite abschreiben oder ihre Bilanzen belasten. Wie hat sich Ihre Bank finanziell entwickelt?

A: Wir haben den Erlös aus der PPP in unsere Risikovorsorge umgeleitet. Wir wissen, dass in den kommenden Wochen und Monaten mehr unserer Kunden unter Druck stehen werden, deshalb wollten wir vorbereitet sein. Glücklicherweise hat die FDIC den Banken ermöglicht, Kunden, denen es vor der Pandemie gut ging, aufzuschieben, ohne dass sich dies negativ auf ihre Bilanz auswirkt. Es war ein großartiger Schachzug von ihnen.

F: Welche langfristigen Auswirkungen wird diese Pandemie auf Ihre Bank haben?

A: Das Paycheck Protection Program war ein Sammelruf für unsere Organisation. Es sind Barrieren und Silos in der Bank, an denen wir jahrelang gearbeitet haben, um sie in Wochen zu erreichen. Es hat auch die Art und Weise verändert, wie ich und viele andere Fernarbeit betrachten. Alle interagieren und arbeiten immer noch zusammen, obwohl sie weit weg sind. Das hat sicherlich meine Perspektive verändert.