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Indonesien plant 10% Steuer auf ausländische digitale Dienste

Indonesien werde ab dem 1. Juli eine Mehrwertsteuer von 10 Prozent auf die digitalen Angebote ausländischer Unternehmen erheben, eine Abgabe, die für Internetgiganten wie Spotify und Netflix gelten könnte.

Produkte und Dienstleistungen wie Videospiele, Musik- und Film-Streaming könnten der Abgabe unterliegen, sagte die Regierung.

“Die Steuer für ausländische digitale Produkte ist Teil der Bemühungen der Regierung, gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Unternehmen zu schaffen”, heißt es in einer Erklärung der Steuerbehörde.

Der Schritt zielte auch darauf ab, die öffentlichen Einnahmen zu steigern, um die Auswirkungen von COVID-19 auf Südostasiens größte Volkswirtschaft abzuschwächen.

Laut einer Studie des staatlichen Investmentfonds Temasek von Google und Singapur wurde die schnell wachsende indonesische Internetwirtschaft im Jahr 2019 auf 40 Milliarden US-Dollar geschätzt – eine Zahl, die sich bis 2025 auf mehr als das Dreifache geschätzt hat.

Tech-Unternehmen zahlen in Ländern, in denen sie nicht physisch anwesend sind, oft wenig Steuern

Die internationalen Bemühungen haben sich in die Länge gezogen, um ein neues Modell für die Besteuerung von Einnahmen aus Online-Verkäufen und Werbung zu finden. Washington sagte jedoch, dass gezielte Steuern US-Unternehmen wie Google, Apple, Facebook, Amazon und Netflix herausgreifen.

Als Reaktion auf eine Abgabe auf Einnahmen von Technologieunternehmen in Frankreich drohte Washington mit Vergeltungszöllen von bis zu 100 Prozent auf französische Importe wie Champagner und Camembertkäse.