Im Memminger Fischertagsprozess hat es keine gütliche Einigung gegeben.

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Im Memminger Fischertagsprozess hat es keine gütliche Einigung gegeben.

Im Memminger Fischertagsprozess haben die Richter am Mittwochmorgen einen Vergleichsvorschlag abgelehnt.

Im Memminger Fischertagsprozess hat es keine gütliche Einigung gegeben.

Im Prozess um den Memminger Fischertag gibt es keine gütliche Einigung in der Frage, ob Frauen im Stadtbach jucken dürfen. Das hatten die Richter bei der Verhandlung am Mittwochmorgen vorgeschlagen, um den Prozess nicht ausufern zu lassen. Die Vertreter des Angelsportvereins reagierten auf den Vorschlag der Richter mit dem Hinweis, dass das Ergebnis eines Schlichtungsverfahrens von der Delegiertenversammlung genehmigt werden müsse. Daraufhin erklärte der Anwalt des Klägers, dass eine mündliche Verhandlung im Schlichtungsverfahren mangels Rechtssicherheit in diesem Fall nicht notwendig sei.

Der vorsitzende Richter Konrad Beß hatte zuvor auf eine friedliche Lösung gedrängt. Bei dieser Auseinandersetzung bestand für beide Parteien die erhebliche Gefahr, zu verlieren. Außerdem kämen auf den Verlierer mit großer Sicherheit hohe Gerichtskosten zu, insbesondere wenn der Fall bis zum Bundesverfassungsgericht oder zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen würde, so Beß. Im Falle eines Urteils stünde eine Revision zum Bundesgerichtshof zur Verfügung.

Klägerin Christiane Renz unterlag im August 2020 in erster Instanz vor dem Landgericht gegen den Angeltagverein. Es sei ein Vorurteil, dass nur Männer und Jungen in den Bach dürfen, nicht aber Frauen und Mädchen. Der Fischertagsverein hatte Berufung eingelegt, um die Entscheidung zu kippen.

Die Gemeinnützigkeit des Fischertagsvereins könnte gefährdet sein.

Die Entscheidung des Landgerichts soll am Montag, 28. Juli, verkündet werden, dem Geburtstag der Klägerin.

Am Mittwochmorgen wurden den Richtern vier Möglichkeiten für eine einvernehmliche Einigung vorgestellt:

Nach der Vereinssatzung sind Ausnahmen möglich: Der Angeltagsverein könnte zum Beispiel den Damen erlauben, in den Stadtbach zu jagen.

Die Frauen könnten einen eigenen Verein gründen, um im Stadtbach zu fischen.

Der Fischertagsverein könnte eine 38er Untergruppe gründen, die ausschließlich für weibliche Stadtbachanglerinnen offen ist.

Richter Jürgen Brinkmann vom Amtsgericht könnte mit beiden Parteien und einem Vertreter der Stadt Memmingen eine Einigung erzielen.

Nach Ansicht der Richter besteht ein erhebliches Risiko, dass sich das Verfahren über Jahre hinzieht, ohne dass es zu einer einvernehmlichen Lösung kommt. Außerdem könnte der Fischertagsverein seine Gemeinnützigkeit verlieren, was zu finanziellen Einbußen führen würde… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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