“Ich verweigere nie einen Segen”, sagte Bischof Meier zur Segnung homosexueller Paare.

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“Ich verweigere nie einen Segen”, sagte Bischof Meier zur Segnung homosexueller Paare.

Der Augsburger Bischof ist nach Angaben der BR-Sendung “Münchner Runde” offen für die Segnung homosexueller Ehen. Ein konservativer Katholik wirft ihm vor, damit Rom zu untergraben.

“Ich verweigere nie den Segen”, sagte Bischof Meier über die Segnung homosexueller Paare.

Der Augsburger Bischof Bertram Meier erklärte am Mittwochabend in der “Münchner Runde” des Bayerischen Fernsehens, er werde homosexuelle Ehen segnen. Er werde aber alles tun, um nicht den Eindruck zu erwecken, es handele sich um eine Ehe. Er würde keine Stola tragen und auch keine Floskeln rezitieren, die bei einer sakramentalen Eheschließung ausgesprochen würden.

“Ich lehne niemals einen Segen für jemanden ab, der zu mir kommt, um gesegnet zu werden”, sagte Meier. Er tue das gerne und sei einfach ein Sprecher Gottes, dem er seine Stimme leihe. Der Augsburger Bischof erklärte: “Ich segne nicht die Qualität der Partnerschaft.” Er gebe ihnen seinen Segen, wenn sie erklärten, Ideale wie Treue oder Verbindlichkeit leben zu wollen.

Bischof Meier bestreitet vehement, gegen den Willen des Vatikans zu handeln.

Meier wies zudem darauf hin, dass es im Benediktionale, dem Segensbuch der katholischen Kirche, einen Verlobungssegen gibt, den die Eltern aussprechen sollen – und der nicht von einer geweihten Person erteilt wird. “Das offenbart als Schlüssel etwas Wichtiges.” Niemandem werde der Segen verwehrt, sagt er. Das Sakrament der Ehe sei einmalig.

Der Augsburger Bischof wehrte sich vehement gegen den Vorwurf der konservativen Katholikin Clara Steinbrecher, er stelle sich “offensichtlich gegen Rom”. Er sei ein Bischof mit Erfahrung, der in Rom studiert und gearbeitet habe. “Ich möchte mich dagegen wehren, dass nun auch Bischöfe von einzelnen Menschen eingeordnet werden: Die einen sind romtreu, die anderen sind es nicht. Das lasse ich jetzt nicht so auf mir sitzen”, sagte Meier.

Steinbrecher spricht für die konservative katholische Initiative Maria 1.0, die sich 2019 als Gegenbewegung zur Reforminitiative Maria 2.0 gegründet hat. Die 23-Jährige studiert Mathematik und Schulpsychologie in Eichstätt.

Konservative Katholikin Clara Steinbrecher macht auch Missbrauchsopfer wütend

Kai Christian Moritz, Schauspieler und Missbrauchsopfer, und Jacqueline Straub, katholische Theologin, Journalistin und Buchautorin, diskutierten mit Meier und Steinbrecher. Der Titel der Sendung lautete “Macht und Missbrauch: Failing…. Dies ist eine gekürzte Version der Informationen. Lesen Sie eine weitere Meldung.

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