Hospizmitarbeiter wollen Sie bei Ihrem Jubiläum begleiten.

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Hospizmitarbeiter wollen Sie bei Ihrem Jubiläum begleiten.

Den Hospizverein Landsberg gibt es seit 30 Jahren. Wie wird das gewürdigt?

Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeiter möchten Sie gerne begleiten.

“Bevor ich sterbe, möchte ich…” prangt provokant groß an den Wänden des Landsberger Hellmairplatzes. Davor steht ein Container mit Kreiden, deren Zweck sofort ersichtlich ist. “Sie fordern die Passanten auf, aufzuschreiben, was sie vor ihrem Tod noch tun wollen”, heißt es dort. Das wird gut angenommen, und die vorhandenen Zeilen sind schnell gefüllt – Wünsche und Träume auf Deutsch, Englisch und Französisch stehen auf den Tafeln.

Der Hospiz- und Palliativverein Landsberg macht mit dieser Aktion auf seine 30-jährige Jubiläumswoche aufmerksam. Nicht nur die Wände des Hellmairplatzes können bis Sonntag, 27. Juni, täglich mit Gedanken gefüllt werden. Zeitgleich ist im Alten Rathaus der VR-Bank Landsberg Ammersee eine Installation mit dem Titel “Ich begleite dich” zu sehen. Mit Fotos und einfühlsamen Texten will diese Ausstellung auf die Hospizarbeit aufmerksam machen und zeigen, worauf es bei der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen ankommt: Alle Sinne werden angesprochen.

Zu Beginn der Jubiläumswoche warf Vereinsvorsitzender Erich Püttner einen Blick zurück auf die Anfänge. Eine kleine Gruppe engagierter Damen übernahm vor 30 Jahren den Hospizgedanken aus England und begann mit der ehrenamtlichen Begleitung Sterbender. Helga Skudlik wurde von Püttner besonders hervorgehoben. Sie wurde als die “Dame der ersten Stunde” bezeichnet. Sie bildete viele Jahre lang Hospizbegleiter aus und prägte deren Arbeit maßgeblich. Der Verein wuchs und reifte zu einer professionellen Organisation. Vor fünf Jahren wurde eine Selbsthilfegruppe gegründet und mit der Hospizorganisation zusammengeschlossen. “Seit zwei Jahren haben wir ein SAPV-Team in Landsberg”, sagt Püttner. Derzeit engagieren sich rund 100 Ehrenamtliche in den vielfältigen Angeboten des Vereins, “aus dem zarten Pflänzchen ist ein dicker Baum geworden”, bemerkte er.

Landrat Thomas Eichinger (CSU) beklagte in seinem Grußwort die zunehmende Anonymisierung der Friedhöfe: “Als wäre der Tod eine Schande für unser Dasein.” Die Landtagsabgeordnete Gabriele Triebel (Grüne), die sich daran erinnerte, beim Tod ihrer Mutter die Dienste der Hospizbegleiter in Anspruch genommen zu haben, lobte die Arbeit von Erich Püttner. Er sei in all den Jahren der “Motor” der Hospizidee gewesen. (löbh)

Ausstellung “Ich begleite dich” im Alten Rathaussaal der VR-Bank in der Ludwigstraße bis 27. Juni anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Hospiz- und Palliativvereins Landsberg am Lech;… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie weiter in einer anderen Newsmeldung.

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