Sie sei auf dem Heimweg nach Cleveland, Ohio, gewesen, erzählt die US-Amerikanerin Dina Johnson dem US-Sender ABC Action News. Sie habe Verwandte in Kanada mit einem Mietauto besucht. Bei der Grenzkontrolle sei sie festgenommen worden und habe sieben Stunden in Gewahrsam verbracht. Der Leihwagen sei als gestohlen gemeldet gewesen. Ähnliche Geschichten finden sich in verschiedenen Berichten von US-Medien. Das nach eigenem Bekunden “weltweit führende Unternehmen im Mietwagengeschäft”, Hertz, meldet offenbar in den USA immer wieder vermietete Autos als gestohlen oder vermietet bereits als gestohlen gemeldete Wagen – mit äußerst unangenehmen Folgen für die Kunden.



Geraten die Mieter in Polizeikontrollen oder überqueren eine Grenze, werden sie als mutmaßliche Autodiebe von der Polizei festgenommen und verbringen zum Teil Stunden in Gewahrsam. Eine Person soll sogar zwei Wochen dort verbracht haben. In fast allen Fällen müssen sich die Mieter juristisch gegen die Anschuldigungen zur Wehr setzen – was auch mit Gebühren und eventuell Anwaltskosten verbunden ist.

30 Fälle in den USA

Um die 30 Fälle soll es in den USA bei Hertz laut Medienberichten bereits gegeben haben. Wie es dazu kam, ist unklar. Manche Mieter berichten, dass sie zuvor ihr Auto gewechselt oder ein Upgrade bekommen hätten. Der Anwalt Francis Alexander vertritt mehrere Betroffene. Er sieht hinter der Häufung ein Muster und wirft Hertz vor, das Unternehmen habe ” kaputte Computersysteme und fehlerhafte Richtlinien für Standardvorgehensweisen”. In der Folge landeten Unschuldige im Gefängnis, sagte Alexander.

Bei mehreren Dutzend Millionen Vermietungen im Jahr seien rund 30 Fälle sehr wenige, entgegnet Tressie Rose, Sprecherin von Hertz, auf ABC Action News. Wenn solche Fälle aufgetreten seien, dann als “Ergebnis einzigartiger und mildernder Umstände. In seltenen Fällen, in denen wir Fehler zu vertreten haben, übernehmen wir die Verantwortung”, sagte Rose. Dina Johnson ist nach eigenen Angaben schon seit einem Jahr mit ihrem Fall beschäftigt, eine andere Betroffene spricht von bereits zwei Jahren.

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