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Handelskrieg zwischen den USA und China: Wie Trumps Währungskrieg mit China den Euro NUTZEN könnte

Der Handelskrieg zwischen den USA und China hat die Spannungen nicht nur zwischen den beiden Supermächten, sondern auf der ganzen Welt verschärft, da die wachsende Gefahr eines Währungskrieges die Volkswirtschaften aller Länder bedroht. Aber könnte dieser Handelskrieg tatsächlich dem Euro zugute kommen?

Der wirtschaftliche Kalte Krieg zwischen den USA und China begann im vergangenen Jahr aufgrund gestiegener Zölle. Beide Länder wären von einem Handelskrieg negativ betroffen, doch sowohl der US-Präsident Donald Trump als auch Chinas Präsident Xi Jinping eskalieren wiederholt die Spannungen, die sich einem vollständigen Währungskrieg nähern, der das Vertrauen der Unternehmen mindern, Fabriken schließen und die Arbeitslosigkeit auf der ganzen Welt erhöhen wird. Kein Führer der beiden Supermächte ist bereit, sich zurückzuziehen, was bedeutet, dass die Weltwirtschaft sich jetzt darauf vorbereitet, von den Auswirkungen eines Währungskrieges erschüttert zu werden. Aber ist es möglich, dass Donald Trumps Konflikt mit China tatsächlich dem Euro zugute kommt?

Der Handelskrieg wurde als schwächende Kraft für die Weltwirtschaft gefeiert, und Finanzexperten warnten, dass Spannungen zwischen den beiden Ländern viele andere Länder treffen könnten.

Ein Währungskrieg zwischen diesen beiden Supermächten könnte laut dem World Economic Outlook-Bericht des Internationalen Währungsfonds zu einem Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums und einer anhaltenden Abschwächung der Investitionen führen.

Aber jetzt scheint es, dass der Euro tatsächlich von den wachsenden Spannungen profitiert.

Die Handelsspannungen haben die Aktienmärkte in einen Zustand erhöhter Panik versetzt, was zu einem Ansturm von Investitionen in vermeintliche „sichere Häfen“ wie Gold, den japanischen Yen und Staatsanleihen führte.

Eine andere Währung, die sich unter schwierigen Bedingungen für viele sehr gut entwickelt, ist der Schweizer Franken, der am Montag seinen stärksten Stand seit Juni 2017 erreicht hat.

Das Schweizer Frankreich gilt aufgrund der Stabilität der Schweizer Regierung und ihres Finanzsystems als sicherer Hafen.

Das Land hat auch eine niedrige Inflationsrate und die Menschen haben Vertrauen in die Schweizerische Nationalbank, die Zentralbank der Schweiz.

Mit der Eskalation der Handelskriegsspannungen zwischen den USA und China könnte ein Rivale für die Europäische Zentralbank als Hauptabnehmer von Schulden aus dem Euro-Währungsgebiet entstehen – die Schweizerische Nationalbank (SNB).

Der Anstieg der Schweizer Währung auf ein Zweijahreshoch bedroht das Ziel der SNB, die Inflation anzukurbeln, und könnte dazu führen, dass die Zentralbank eingreift, um den Wechselkurs zu zügeln.

Dazu müssten laut Commerzbank AG Euro gekauft und anschließend in die Anleihen der Region investiert werden.

Die deutschen Leitzinsen fielen diese Woche auf ein Rekordtief von -0,55 Prozent, nachdem die USA China zum Währungsmanipulator ernannt hatten, als Reaktion auf den Schritt der Volksbank von China, den Yuan auf ein seit 2008 nicht mehr dagewesenes Niveau zu senken.

Möglicherweise hat die SNB bereits begonnen, auf die Giroguthaben der Zentralbank zu intervenieren, die als Frühindikator für ihre Devisenmarktaktivität gelten und in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge einen deutlichen Anstieg verzeichneten.

Letzte Woche schien die Schweizerische Nationalbank Devisen zu kaufen, als die Handelsspannungen den Wert des Schweizer Frankens als sicherer Hafen gegenüber dem Euro stiegen ließen.

Die Sichteinlagen, ein Ersatz für die Währungsinterventionen der Zentralbank, stiegen in der Woche bis zum 2. August um 1,6 Milliarden Franken auf 582,7 Milliarden Franken (493,3 Milliarden Pfund Sterling), so die am Montag veröffentlichten Daten.

Analysten sagten, dass der Anstieg darauf hindeutete, dass die SNB ihre Fremdwährungskäufe fortgesetzt hatte, um den Franken zu stabilisieren.

Der Franken hat am Montag das Niveau von 1,09 gegenüber dem Euro durchbrochen, da die Erwartungen einer Lockerung der Geldpolitik sowohl in der Eurozone als auch in den Vereinigten Staaten und dem eskalierenden Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China die Anleger nervös gemacht haben.

Es wird allgemein erwartet, dass die Zentralbank des Euroraums bekannt gibt, dass sie ihren Schuldenbestand von 2,6 Billionen Euro aufstockt, um die Inflation wieder in Richtung ihres nahe, aber unter 2 Prozent liegenden Ziels zu bringen.