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Griechenland, Griechisch-Zypriot gesteht mit leeren Händen von EU-Treffen

BRÜSSEL

Ein Aufruf Griechenlands und der griechisch-zyprischen Regierung, die Türkei wegen der jüngsten Aktionen im östlichen Mittelmeerraum zu verurteilen, wurde am Freitag von den EU-Mitgliedstaaten hängen gelassen.

Der Aufruf wurde von vielen Mitgliedern, insbesondere von Deutschland, und von der EU-Verwaltung während eines außerordentlichen Videokonferenztreffens der Außenminister nach Angaben diplomatischer Quellen der EU nicht unterstützt, die darum baten, aufgrund von Einschränkungen beim Sprechen mit den Medien nicht genannt zu werden.

In einem Tweet, den er nach dem Treffen veröffentlichte, sagte EU-Außenpolitiker Josep Borrell: “Eastern Med: Volle Solidarität mit Griechenland und Zypern; Aufruf an die Türkei zur sofortigen Deeskalation und Wiederaufnahme des Dialogs.”

Da das Treffen der EU-Außenminister per Videokonferenz abgehalten wurde, wurde es als inoffiziell angesehen und es gibt keine gemeinsame Entscheidung am Ende des Treffens.

Die Minister können jedoch ihre Arbeitsgruppen anweisen, die Ergebnisse des Treffens vorzubereiten.

Östliches Mittelmeer

Anfang dieser Woche nahm die Türkei die Energieexploration im östlichen Mittelmeerraum wieder auf, nachdem Griechenland und Ägypten ein umstrittenes Abkommen zur Abgrenzung des Seeverkehrs unterzeichnet hatten.

Die Vereinbarung kam nur einen Tag, nachdem Ankara angekündigt hatte, die Exploration von Öl und Gas als Geste des guten Willens zu verschieben.

Nachdem die Türkei das griechisch-ägyptische Abkommen für “null und nichtig” erklärt hatte, ermächtigte sie das seismische Forschungsschiff Oruc Reis, seine Aktivitäten in einem Gebiet innerhalb des Festlandsockels des Landes fortzusetzen.

Das Schiff wird die zweiwöchige Mission bis zum 23. August zusammen mit der Cengiz Han und Ataman fortsetzen.

Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, die einzige Lösung für den Streit sei der Dialog und die Verhandlung und forderte Athen auf, die Rechte der Türkei zu respektieren.

Die Türkei hat sich konsequent gegen die Bemühungen Griechenlands zur Erklärung einer ausschließlichen Wirtschaftszone auf der Grundlage kleiner Inseln in der Nähe der türkischen Küste ausgesprochen und damit die Interessen der Türkei verletzt, des Landes mit der längsten Küste im Mittelmeerraum.

* Schreiben von Sena Guler