Geschlechtsspezifische Sprache in Deutschland gespuckt, nachdem das Justizministerium einen Gesetzentwurf ausgearbeitet hat, der nur weibliche Endungen verwendet. 

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Das deutsche Innenministerium hat gefordert, dass ein vom Justizministerium ausgearbeitetes Gesetz, das nur weibliche Endungen verwendet, überarbeitet wird, um Bedenken auszuräumen, dass die Gesetzgebung bei Inkrafttreten möglicherweise ausschließlich für Frauen gilt.

Aktivisten im Land fordern seit Jahren, dass die Tradition von Rechtstexten, die männliche Versionen von Wörtern verwenden, um sowohl Männer als auch Frauen abzudecken, geändert wird. Sie können schließlich mit dem Erscheinen eines neuen Gesetzesentwurfs über Insolvenz und Unternehmensumstrukturierungen beschwichtigt werden, der die Praxis umkehrt und stattdessen weibliche Endungen verwendet.

Zumindest wird die Gesetzgebung eine Diskussion über die Gleichstellung der Geschlechter in Rechtstexten einleiten, sagte Katja Mast von den Sozialdemokraten (SPD) und fügte hinzu, dass “ein Ball ins Rollen gebracht wurde”. Die SPD ist die Partei der Justizministerin Christine Lambrecht, deren Abteilung den Gesetzentwurf ausgearbeitet hat.

Das Innenministerium forderte jedoch am Montag eine Überarbeitung des Gesetzes. Sprecher Steve Alter sagte, der wichtigste Einwand sei, dass “das Gesetz möglicherweise nur für Frauen oder für Menschen weiblichen Geschlechts gültig und daher höchstwahrscheinlich verfassungswidrig wäre”.

Die Verwendung eines „generischen Weiblichen“ zur Bezeichnung von Männern und Frauen wird von der Öffentlichkeit nicht allgemein akzeptiert, stellte er fest. Im Gegensatz dazu wird die männliche Form „sowohl für Männer als auch für Frauen anerkannt“.

Wolfgang Steiger, Sekretär des Wirtschaftsrates der regierenden CDU-Partei, kommentierte die neue Gesetzgebung und sagte, dass Geschäftsleute keine Zeit für solche „Spielereien“ hätten.

Das Justizministerium nimmt die Gesetzgebung nicht ernst, sagte er gegenüber der Augsburger Allgemeinen Zeitung und stellte fest, dass Zeit für ein reformiertes Insolvenzgesetz von entscheidender Bedeutung sei.

Ein Sprecher des Justizministeriums sagte, dass alle Gesetzesentwürfe gemäß den gesetzlichen Bestimmungen „die Gleichstellung der Geschlechter in der Sprache ausdrücken“ müssen, gab jedoch zu, dass diese Version „noch nicht fertig“ sei und vor der Vorlage beim Kabinett überarbeitet werde.

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