Gericht stoppt 7,6 Milliarden Schilling BRT-Ausschreibung nach Klage einer koreanischen Firma gegen KURA
Rechtliche Auseinandersetzungen bremsen wichtigen Verkehrsplan in Nairobi
Ein Rechtsstreit hat die Vergabe des umstrittenen Ausschreibungsverfahrens für das BRT Line 5-Projekt in Nairobi gestoppt. Die koreanische Firma CK Solutions Limited, in Partnerschaft mit Beyond Trading, hat eine Klage gegen die Kenya Urban Roads Authority (KURA) eingereicht und fordert, die Vergabe des 7,6 Milliarden Schilling umfassenden Auftrags zu verhindern. Die Klage beruht auf Vorwürfen von „mangelhafter, undurchsichtiger und verfassungswidriger“ Beschaffung, wobei KURA beschuldigt wird, den Prozess zugunsten eines Konkurrenten manipuliert zu haben.
Das Projekt, das eine 10,5 Kilometer lange Busspur mit 13 Stationen sowie anspruchsvolle elektro-mechanische Arbeiten umfasst, wurde von der Korea Exim Bank finanziert. Das Vorhaben hat nicht nur für die betroffenen Unternehmen, sondern auch für die Pendler im östlichen Nairobi enorme Bedeutung, die von einem effizienten öffentlichen Verkehrssystem profitieren könnten. CK Solutions argumentiert, dass der Zuschlag an den Konkurrenten nicht gerechtfertigt ist, da ihr eigenes Angebot als das wertvollere angesehen wurde. Diese Verzögerung könnte den Steuerzahler Milliarden kosten, wenn das Projekt ohne weitere Überprüfung voranschreitet.
Folgen der Klage und Auswirkungen auf das Projekt
Das Gericht hat bereits eine Anhörung für den 27. Januar 2026 angesetzt, was bedeutet, dass die Vergabe des Auftrags vorerst auf Eis gelegt ist. Die rechtlichen Auseinandersetzungen stellen einen weiteren Rückschlag für das bereits seit Jahren geplante Verkehrsprojekt dar. Die Forderung nach einer Überprüfung der Vergabe sorgt für zusätzliche Unsicherheit und verzögert die dringend benötigte Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Nairobi.
Die BRT Line 5 war als eine der wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung des zunehmenden Verkehrsstaus in Nairobi und insbesondere in der dicht besiedelten Ostregion der Stadt vorgesehen. Der Streit über die Vergabe des Auftrags bedeutet, dass die Hoffnung auf eine schnelle Lösung der Pendlerprobleme weiter aufgeschoben wird.