Gegenseitige Rücksichtnahme ist das oberste Ziel im Sinne der Sicherheit.

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Gegenseitige Rücksichtnahme ist das oberste Ziel im Sinne der Sicherheit.

Im Mai war die Verkehrskampagne ausgewogen. Was sind die häufigsten Regeln, die Fußgänger brechen?

Gegenseitige Rücksichtnahme steht nach wie vor an erster Stelle.

Der Verkehrskampagnenmonat Mai wurde vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt ausgewertet. Wie bereits berichtet, diente der länderübergreifende Verkehrsaktionstag “sicher.mobil.leben – Radfahrer im Blick” Anfang Mai als Warm-up für die Polizei Oberbayern Nord, um den ganzen Monat über gezielte Verkehrskontrollen mit dem Fokus auf “schwächere Verkehrsteilnehmer” durchzuführen. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der in Verkehrsunfälle verwickelten Fahrräder dramatisch an.

Im Mai kontrollierten die Beamten der Polizeiinspektion Oberbayern Nord insgesamt 5522 Autofahrer, 1670 von ihnen erhielten einen Strafzettel. Unter den Verkehrssündern befanden sich wiederum 1180 Radfahrer.

Auch Fußgänger gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Ihnen wurde im Aktionsmonat ebenfalls besondere Aufmerksamkeit zuteil. Nur 86 von insgesamt 274 Fußgängern wurde ein Verschulden nachgewiesen. Die Kontrollbeamten mussten im Aktionszeitraum 34 Strafanzeigen und 240 Verkehrsverstöße aufnehmen sowie 1301 Verwarnungen aussprechen. Fahrradfahrer waren für 936 Verstöße verantwortlich, Fußgänger für 80, Motorradfahrer für 57 und E-Scooter-Fahrer für 46.

Der Großteil der Radfahrer war in Fahrzeugen unterwegs, die nicht vorschriftsmäßig ausgestattet waren; so war beispielsweise das Licht entweder defekt oder fehlte ganz. Außerdem benutzten sie teilweise illegal den Gehweg oder fuhren entgegen der erlaubten Fahrtrichtung auf den für sie vorgesehenen Radwegen.

Die am häufigsten beobachteten Verstöße bei Fußgängern waren das Missachten roter Ampeln, das illegale Benutzen der Fahrbahn und das Überqueren der Fahrbahn ohne auf den Gegenverkehr zu achten.

Motorradfahrer missachteten hauptsächlich Geschwindigkeitsbegrenzungen, trugen ihren Führerschein oder Fahrzeugschein nicht bei sich und fuhren ohne Licht oder mit unzulässiger Beleuchtung. Auch bei den Kraftfahrzeugführern überwogen Geschwindigkeitsverstöße, die illegale Nutzung von Radwegen und die Handynutzung am Steuer.

Gegenseitige Rücksichtnahme ist und bleibt das oberste Gebot bei der Teilnahme am Straßenverkehr. Jeder Verkehrsteilnehmer, ob Fußgänger, Fahrzeug- oder Kraftfahrzeugführer, ist aufgerufen, auf das eigene Verhalten und auf andere – insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmer – zu achten und damit Bayerns Straßen spürbar sicherer zu machen. (nr)

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