Gachagua trotzt angeblichem „Killer-Team“ und plant Großkundgebung in Othaya
Der ehemalige stellvertretende Präsident Rigathi Gachagua plant, an diesem Wochenende eine große Kundgebung in Othaya, Nyeri County, abzuhalten, trotz dessen, was er als einen staatlich unterstützten Mordversuch bezeichnet. Der Vorsitzende der Demokratie für Bürger Partei (DCP) erklärte, dass weder Tränengas noch „lebende Kugeln“ ihn davon abhalten werden, sich mit seiner Anhängerschaft zu versammeln.
Verschärfte politische Spannungen in Mt. Kenia
Die politischen Spannungen in Mt. Kenia erreichen ihren Höhepunkt nach den chaotischen Ereignissen in der Witima ACK Kirche am 25. Januar. Was als Gottesdienst geplant war, verwandelte sich in ein Schlachtfeld, als Polizisten Berichten zufolge Tränengas in die Kirche warfen und sowohl Geistliche als auch Gläubige – einschließlich Gachagua – zur Flucht zwangen. Der ehemalige stellvertretende Präsident bezeichnete den Vorfall als die Arbeit eines geheimen „Police Sierra“-Einheit, die auf seine Eliminierung abziele.
„Wir lassen uns nicht einschüchtern“, erklärte Gachagua in einer Rede auf dem Wakulima Markt. Er kündigte an, dass oppositionelle Führer wie Kalonzo Musyoka und Martha Karua hinter ihm stehen und ein Ultimatum an die Regierung gestellt haben: „Wenn die Verantwortlichen bis zum 16. Februar nicht verhaftet werden, rufen wir zu landesweiten Protesten auf“. Für Gachagua ist die Rückkehr nach Othaya mehr als eine politische Kundgebung – sie ist ein spiritueller Akt, um die Kirche vom staatlichen Gewalt zu befreien.
Gewalt als wiederkehrendes Thema
Der Vorfall in Witima steht nicht für sich allein. Es folgt einem beunruhigenden Trend von gewaltsamen Störungen bei Veranstaltungen der Opposition:
- Limuru (November 2024): Gachaguas Konvoi wurde von mutmaßlichen Gangs mit Steinen beworfen.
- Nyandarua (Dezember 2024): Tränengas wurde bei einer öffentlichen Veranstaltung eingesetzt.
Die „Sierra“-Vorwürfe: Gachagua behauptet, ein geheimes Killerkommando verfolge seine Bewegungen. Diese Anschuldigungen hat die Polizei bisher nur in den üblichen Formulierungen bestritten.
Während sich Gachagua auf die Rückkehr nach Othaya vorbereitet, steht die nationale Polizei unter zunehmendem Druck. Wird sie Gachaguas Recht auf Versammlung respektieren, oder wird die Stadt erneut in Tränengas gehüllt sein? Das ganze Land wartet gespannt auf die Entwicklungen.