Fußballer Kyle Benedictus entgeht Haftstrafe nach schwerer Körperverletzung in Pub
Der Kapitän von Dunfermline Athletic, Kyle Benedictus, wurde nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung in einem Edinburgher Pub mit einer nicht-haftenden Strafe belegt. Benedictus, der 34 Jahre alt ist, hatte während eines Streits im Freddy’s Bar einen Mann, Dean Wilkes, in einem Kopfgriff gehalten und mehrfach ins Gesicht geschlagen, was zu schweren Verletzungen bei der Opfer führte. Wilkes verlor das Bewusstsein und brach sich einen Nackenwirbel, der eine Operation erforderte.
Die Auseinandersetzung ereignete sich am 2. März des letzten Jahres, als Benedictus, der in Begleitung seines Teamkollegen Sam Fisher war, einen Streit zwischen Fisher und Wilkes beobachtete. Wilkes hatte Fisher ohne Provokation geschlagen, was Benedictus zu einer Intervention veranlasste. Nach weiteren Provokationen durch Wilkes, griff Benedictus ein, indem er den Mann in einen Kopfgriff nahm und ihn weiterhin schlug. Schließlich stürzten beide zu Boden, wobei Wilkes mit dem Kopf auf die Bar fiel, was zu seiner Bewusstlosigkeit führte.
Wilkes wurde nach dem Vorfall in ein Krankenhaus gebracht, erholte sich jedoch schnell. Bei einer späteren Untersuchung stellte sich heraus, dass er sich einen gebrochenen Nackenwirbel zugezogen hatte, der eine chirurgische Behandlung erforderte.
Kein Haftbefehl aufgrund von Reue und vorbildlichem Verhalten
Benedictus, der in Plean bei Stirling lebt, bekannte sich vor Gericht schuldig der Körperverletzung mit schweren Folgen. In seiner Verteidigung argumentierte sein Anwalt, Darryl Lovie, dass der Vorfall durch die Provokation von Wilkes ausgelöst wurde und Benedictus nie die Absicht hatte, die Situation eskalieren zu lassen. Lovie erklärte, dass sein Mandant sich sehr über sein Verhalten schäme und um Entschuldigung bittet. Die Strafverfolgung akzeptierte, dass Benedictus unter provokativen Umständen gehandelt habe, was zu seiner relativ milden Bestrafung führte.
Der zuständige Richter, Douglas Keir, stellte fest, dass Benedictus‘ bisheriges vorbildliches Verhalten und seine aufrichtige Reue ausschlaggebend für seine Entscheidung waren, den Fall ohne Haftstrafe zu entscheiden. Stattdessen wurde Benedictus zu einer gemeinnützigen Arbeitsstrafe von 200 Stunden verurteilt. Der Spieler wurde zudem angewiesen, sich für sein Fehlverhalten bei der Gerichtssitzung sowie bei seiner Familie, seinen Kollegen und dem Fußballverein zu entschuldigen.
Obwohl Benedictus weiterhin eine bedeutende Rolle bei Dunfermline Athletic spielt und zuvor bei Raith Rovers sowie anderen schottischen Clubs aktiv war, hat dieser Vorfall seine Karriere überschattet. Der Vorfall erinnert an die Bedeutung des respektvollen Verhaltens, auch außerhalb des Spielfeldes.