Frankreich trauert um enthaupteten Lehrer, als Tausende auf die Straßen von Paris gehen (VIDEO). 

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In ganz Frankreich wurden Kundgebungen abgehalten, um einem Geschichtslehrer zu gedenken, der bei einem Terroranschlag in der Nähe von Paris enthauptet wurde. Eine der größten Versammlungen fand in der französischen Hauptstadt statt, als Tausende zum Place de la Republique strömten.

Das Zentrum von Paris wurde von Menschen überflutet, als sich Tausende am Place de la Republique versammelten, um Samuel Paty, einem Lehrer aus der Nachbarstadt Conflans-Sainte-Honorine, zu huldigen, der Anfang dieser Woche getötet wurde, nachdem er während einer Karikatur des islamischen Propheten Mohammed Karikaturen gezeigt hatte Lektion.

Regierungsbeamte, darunter Premierminister Jean Castex sowie die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und die Leiterin der Region Ile-de-France, Valerie Pecresse, nahmen an der Gedenkveranstaltung am Place de la Republique teil. Zu ihnen gesellten sich Menschenmassen.

„Du machst uns keine Angst. Wir fürchten uns nicht. Du wirst uns nicht teilen. Wir sind Frankreich! ” Castex schrieb auf Twitter und veröffentlichte ein Video, das die Rallye zeigt. Menschen, die sich auf dem Platz versammelten, schwiegen eine Minute in Erinnerung an Paty, die in Applaus gipfelte. Irgendwann sang die Menge, die den Platz fast vollständig ausfüllte, die französische Nationalhymne „La Marseillaise“.

Vous ne nous faites pas peur.Nous n’avons pas peur.Vous ne nous diviserez pas.Nous sommes la France! pic.twitter.com/GjUQo9AePa

– Jean Castex (@JeanCASTEX), 18. Oktober 2020

La Marseillaise place de la République # SamuelPatypic.twitter.com / yiWBAONNla

– Etienne Gernelle (@gernelle), 18. Oktober 2020

Die Demonstranten hielten Plakate mit Fotos des ermordeten Lehrers sowie Slogans wie “Je suis Samuel” (ich bin Samuel), “Je suis enseignant” (ich bin ein Lehrer) und “Je suis Charlie” – ein offensichtlicher Hinweis darauf Die Tatsache, dass die Cartoons, die Paty seiner Klasse zeigte, angeblich die berüchtigten Karikaturen waren, die von der französischen satirischen Zeitschrift Charlie Hebdo veröffentlicht wurden, die selbst 2015 bei einem weiteren Terroranschlag ins Visier genommen wurde, bei dem 12 Menschen getötet wurden.

Le rassemblement en hommage à #SamuelPaty beginnt um 15 Uhr, sur la place de la République à #Paris. #JeSuisSamuel, #JeSuisEnseignant, voici les Nachrichten qu’on y trouve, avec les Karikaturen von #Mahomet et d’autres. @ actufrparis # ConflansSainteHonorine # JeSuisCharlie # JeSuisProfpic.twitter.com / lKf3QDgSBi

– Simon Louvet (@simonlouvet_), 18. Oktober 2020

Die Hashtags #JeSuisSamuel, #jesuisprof und #JeSuisEnseignant wurden auch auf Twitter veröffentlicht. Gedenkkundgebungen fanden in vielen anderen Städten Frankreichs statt, darunter in Orleans, Toulouse, Lyon und Grenoble, wo sich eine große Menschenmenge in der Nähe der Bürgermeisterämter versammelte.

Une foule massiv à #Orleans pour rendre hommage à #SamuelPaty, à la # liberté, aux valeurs républicaines et à l’#ecole#Libertedexpression#LiberteEgaliteFraternite#[email protected]

– Cyrille ROGER (@ cyrille_roger36), 18. Oktober 2020

Toulouse triste, Toulouse solidaire et déterminée Nous resterons debout !#[email protected]/i0jbBGNkyh

– LPO GALLIENI Toulouse (@JGallieni), 18. Oktober 2020

Nous sommes des milliers à @villedelyon pour dire # JeSuisEnseignant # JeSuisSamuelpic.twitter.com / eFMRQNGPnL

– Jérôme Payen (@jeromepayen), 18. Oktober 2020

Paty, 47, wurde am Freitag von einem 18-jährigen Mann ermordet, der als in Moskau geborener ethnischer Tschetschene identifiziert wurde. Der Angreifer hatte mit seiner Familie seit seinem sechsten Lebensjahr als Flüchtling in Frankreich gelebt. Er wurde nach einer kurzen Verfolgungsjagd von der Polizei getötet. Laut den Beiträgen auf einem inzwischen gelöschten Social-Media-Konto, das angeblich dem Angreifer gehörte, war der Angriff eine Vergeltung für das, was er als Beleidigung des Islam bezeichnete.

Die Cartoons, die Paty im Unterricht zeigte, lösten auch bei einigen muslimischen Eltern eine Welle der Empörung aus. Einer von ihnen startete sogar eine Online-Kampagne, um die Entlassung des Lehrers zu fordern. Die Beschwerde wurde durch eine lokale Moschee weiter verstärkt, die das Video mit ihren sechzigtausend Followern auf Facebook teilte.

Die Polizei hat im Zusammenhang mit dem Fall elf Personen festgenommen, darunter vier Verwandte des Angreifers sowie die Eltern, die eine Kampagne gegen den Lehrer gestartet haben, und einige seiner Bekannten.

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