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Fostereltern wegen historischer Misshandlung von Kindern verurteilt

Ein älteres Ehepaar wurde in Glasgow wegen grausamer Misshandlung von sechs seiner Pflegekinder verurteilt. Douglas Daniel, 80, und Barbara Daniel, 75, quälten die Kinder im Alter von vier bis 14 Jahren in ihrem sogenannten „Haus des Schreckens“. Die Misshandlungen fanden zwischen 1986 und 1991 statt, und die Kinder waren dabei den schlimmsten physischen und psychischen Strafen ausgesetzt.

Grausame Bestrafungsmethoden

Das Paar setzte besonders schreckliche Strafen durch, darunter das Einsperren von Kindern in einen Tierkäfig. In einem besonders grausamen Vorfall wurde ein Kind gezwungen, sich mit Gänsen zu stellen, die seine Haut pickten, während ein anderes Mädchen in einem Vogelbad baden musste. Kinder litten unter Hunger, wobei eines der Opfer berichtete, dass es für Haustierferkel vorgesehene Kuhzunge gegessen wurde. Trotz wiederholter Leugnung der Tat durch das Ehepaar, das über 100 Kinder betreut hatte, wurde das Paar auf Grundlage der Aussagen der Opfer verurteilt.

Die Opfer erinnerten sich an entsetzliche Details, wie eine vierjährige Schwester, die in einem Hühnerstall eingesperrt wurde, während ihre ältere Schwester verzweifelt versuchte, sie zu befreien. In einem anderen Fall wurde ein 53-jähriges Opfer von Barbara Daniel gezwungen, mit Gänsen zu stehen, die sie angriffen, nachdem sie als Strafe eine Weigerung hatte, Gänseeier zu essen. Der Missbrauch hinterließ bei den Opfern langanhaltende physische Narben, wie rote Stellen, die von den Attacken der Gänse stammten.

Die Ermittlungen ergaben außerdem, dass die Opfer bei den Daniels keinen Zugang zu normalen Nahrungsmitteln hatten. Statt eines Sonntagsbratens erhielten sie widerliche Mahlzeiten wie Kuhzunge, die für die Ferkel gedacht war. Eine Zeugin erinnerte sich an Zeiten, in denen sie sogar vom Boden aß, was sie wie ein „Tier“ behandelte.

Rechtliche Konsequenzen

Das Gericht, das die Daniels wegen sechs Fällen von grausamer und unnatürlicher Behandlung von Kindern verurteilte, sprach von einem „Haus des Schreckens“. In ihrer Urteilsbegründung erklärte Sheriff Louise Arrol KC, dass es unverständlich sei, wie Menschen so etwas gegenüber Kindern tun könnten. Sie lobte die Opfer dafür, dass sie nach Jahrzehnten die Kraft fanden, ihre traumatischen Erlebnisse wiederzugeben.

Douglas Daniel, der eine kriminelle Vergangenheit hat, leugnete alle Vorwürfe und behauptete, die Vorfälle seien nicht wahr. Dennoch wurde er gemeinsam mit seiner Frau von der Jury für schuldig befunden. Die Strafe wird im März bekannt gegeben, da das Gericht vorab Hintergrundberichte anfordert.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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