Fichten sind im Landkreis Augsburg gefährdet, denn dort wimmelt es von Borkeninsekten in Scharen.

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Fichten sind im Landkreis Augsburg gefährdet, denn dort wimmelt es von Borkeninsekten in Scharen.

Borkenkäfer treiben ihr Unwesen an Fichten im Landkreis Augsburg.

Im Sommer taucht der Borkenkäfer auf. Die Förster des Landkreises Augsburg raten Waldbesitzern, wöchentlich nach dem Baumschädling zu suchen.

Im Landkreis Augsburg vermehren sich die Borkenkäfer und gefährden die Fichten.

Lange Zeit war alles ruhig, doch plötzlich schlagen Förster im Raum Augsburg Alarm: Der Borkenkäfer ist auf dem Vormarsch. Der Schädling ist aufgrund der aktuellen frühsommerlichen Verhältnisse auf dem Vormarsch. Die ersten großen Schwärmflüge haben bereits begonnen und bringen gute Bäume in Gefahr.

Dadurch ist ein gewaltiger Neubefall an gut gewachsenen Fichten entstanden. Während die Fichtenkronen noch grün sind, hat der Borkenkäfer bereits den gesunden Fichtenstamm von der grünen Kronenbasis bis zum Stammfuß befallen. In die noch gut mit Wasser versorgten Fichten kann sich das Insekt trotz mehrerer Anbohrversuche durch Harzausschüttung nicht einbohren. Die große Anzahl der Käfer – 500 pro Fichte – schafft es jedoch, in die Bäume einzudringen und sie abzutöten.

Ralf Gang vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg (AELF) und die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse fordern deshalb alle Waldbesitzer (rund 5.000 im Raum Augsburg/Aichach) auf, ihre Fichtenwälder wöchentlich auf Neubefall zu kontrollieren. Einen Neubefall erkennt man an braunem Bohrmehl auf Rindenschuppen, an der Basis des Baumes, in Spinnweben und an der Bodenvegetation. Bei Bäumen, die schon länger befallen sind, beginnt sich die Rinde abzulösen und die Kronen färben sich von unten rotbraun.

Was Waldbesitzer im Landkreis Augsburg gegen den Borkenkäfer tun können

Befallene Fichten sollten laut Gang zügig aufgearbeitet und anschließend entrindet oder mindestens 500 Meter aus dem Wald transportiert werden, außerdem sollten die Kronen der Bäume gehackt werden. Die so genannte “saubere Waldbewirtschaftung” ist für die Käferbekämpfung sehr wichtig. Säumige Waldbesitzer werden vom AELF aufgefordert, ihre Käferbäume im Interesse der Allgemeinheit schnell zu entfernen. Für die insektizidfreie Käferbekämpfung gewährt der Freistaat Bayern einen Zuschuss von bis zu zwölf Euro pro Festmeter. (AZ)

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