Ex-Manager und seine Freundin wegen Millionen-Betrugs verurteilt
Samuel De Vere-Hunt, ein ehemaliger Drogenboss, wurde wegen seiner Rolle in einer Geldwäschestruktur zu 12 Jahren Haft verurteilt. Die Ermittlungen der Polizei deckten auf, wie er über sechs Millionen Pfund an Bargeld gewaschen und hunderte Kilo Drogen in die Hauptstadt geliefert hatte. Begleitet wurde er dabei von seiner Freundin, Rosie Wise, die jedoch mit einer kürzeren Haftstrafe davonkam.
Verhaftung nach jahrelangem Drogenschmuggel
De Vere-Hunt, 30, lebte ein luxuriöses Leben, das er sich mit illegalen Geschäften finanzierte. Dabei arbeitete er mit Drogenlieferungen und Geldwäsche zusammen, wobei er in nur fünf Monaten bis zu sechs Millionen Pfund mit Drogendeals und Geldtransfers bewegt hatte. Ein entscheidender Moment kam, als er mit einer Tasche voller Bargeld, die mehr als 160.000 Pfund wert war, sein Haus verließ. Diese Szene führte direkt zur Verhaftung des Drogenhändlers.
Die Polizei erlangte entscheidende Beweise, indem sie verschlüsselte Kommunikationsdienste wie EncroChat durchforstete. Unter den Codenamen „Modernfeet“ und „Immaculatetractor“ war De Vere-Hunt aktiv und bewegte große Bargeldsummen sowie Drogenschmuggeltransaktionen. Auch nach mehreren Täuschungsversuchen gelang es den Ermittlern, ihn und seine Komplizin, Rosie Wise, zu identifizieren.
In einer groß angelegten Razzia im Januar 2025 wurden bei De Vere-Hunt über 33 Kilogramm Drogen sichergestellt, darunter 15 Kilogramm Ketamin, 12 Kilogramm Cannabis und über 6 Kilogramm der gefährlichen Droge MDMA. Auch über 179.000 Pfund in Bar wurden in seinem Haus gefunden.
Die Ermittlungen führten zu weiteren Erkenntnissen und belegten, dass De Vere-Hunt und seine Freundin in den Jahren zuvor in mehreren europäischen Ländern wie Portugal, Ibiza und Los Angeles lebten. Dies, obwohl De Vere-Hunt zu dieser Zeit arbeitslos war und seine Freundin als Rezeptionistin nur 13 Pfund pro Stunde verdiente. Die Polizei gelangte so zu dem Schluss, dass das Paar ein Leben im Luxus führte, das durch illegale Mittel finanziert wurde.
Geringere Strafe für die Freundin
Während De Vere-Hunt für seine Rolle in der Drogen- und Geldwäschemachenschaft mit einer Haftstrafe von 12 Jahren bestraft wurde, erhielt seine Freundin, Rosie Wise, eine viel mildere Strafe. Sie wurde zu 21 Monaten Haft verurteilt, wobei die Strafe für zwei Jahre ausgesetzt wurde. Zuvor hatte sie sich zunächst nicht schuldig bekannt, doch nach weiteren Beweisen, die von ihrem Telefon stammten, änderte sie ihre Aussage und bekannte sich letztlich schuldig.
Diese Operation ist nur ein weiteres Beispiel für die anhaltende Arbeit der Polizei gegen organisierte Kriminalität. Seit letztem Jahr hat die Met Police über 21.000 Fälle von organisierten Drogenoperationen in London aufgedeckt – ein Anstieg von 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Polizei kündigte an, ihre Ermittlungen fortzusetzen, um weitere Drogenkartelle zu zerschlagen und so den Straßen Londons sicherer zu machen.