Eton-Schulleiter entschuldigt sich nach Verurteilung eines Lehrers wegen sexuellen Missbrauchs
Der Schulleiter von Eton College hat sich öffentlich für die Taten eines ehemaligen Lehrers entschuldigt, der am 30. Januar für den sexuellen Missbrauch eines Schülers verurteilt wurde. Jacob Leland, der Russisch am renommierten Internat unterrichtete, wurde zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt.
Schwere Vorwürfe gegen ehemaligen Lehrer
Leland, der zur Tatzeit 23 Jahre alt war, hatte das Vertrauen der Schule und eines Hausmeisters missbraucht. Der Lehrer hatte den Schüler 2012 in seine Wohnung eingeladen, ihm Alkohol und Zigaretten angeboten und schließlich sexuelle Übergriffe begangen. Der Vorfall ereignete sich sowohl in der Lehrerwohnung als auch während einer Schulreise, wo Leland den Schüler erneut missbrauchte.
Simon Henderson, der aktuelle Direktor von Eton College, zeigte sich in einer Stellungnahme erschüttert über die Vergehen des Täters. „Es ist zutiefst beunruhigend, dass solche schweren Vergehen an unserer Schule stattfinden konnten“, erklärte Henderson. „Es ist auch besorgniserregend, dass es Jahre gedauert hat, bis die wahren Details ans Licht kamen.“
Der Schulleiter betonte, dass der Schutz der Schüler oberste Priorität habe und dass die Schule eng mit den Behörden zusammenarbeite, um sicherzustellen, dass solche Vorfälle nicht unbemerkt bleiben. „Ich möchte meine unentgeltliche Entschuldigung für das Leid, das diese Taten verursacht haben, im Namen der Schule wiederholen“, so Henderson.
Leland wurde in einem Gerichtsverfahren in Reading des sexuellen Missbrauchs eines männlichen Schülers schuldig gesprochen. Die Jury hatte den Fall aufgrund von drei sexuellen Übergriffen verhandelt, die Leland während seiner Zeit an der Schule begangen hatte. Das Gericht unterstrich die Verantwortung eines Lehrers, die Schüler zu schützen, und stellte fest, dass der Missbrauch schwerwiegende psychologische Folgen für das Opfer hatte.
„Die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler setzt einen hohen Grad an Verantwortung voraus“, sagte Richterin Kirsty Real bei der Urteilsverkündung. „Die psychischen Auswirkungen auf das Opfer sind langwierig und schwerwiegend.“
Die Schule betonte, dass sie alle Vorfälle dieser Art ernst nehme und nach festgelegten Prozessen handle, um solche Situationen zu verhindern. In diesem Fall hatte Eton die zuständigen Behörden eingeschaltet und das Vorgehen des Täters entsprechend verfolgt.