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Erste Coronavirus-Fälle in Flüchtlingslagern in Bangladesch gefunden

Zwei Rohingya waren die ersten, die in den riesigen Flüchtlingslagern in Bangladesch, in denen fast eine Million Menschen leben, positiv auf Coronavirus getestet wurden, teilten Beamte am Donnerstag mit.

Gesundheitsexperten warnen seit einiger Zeit davor, dass das Virus durch die weitläufigen, unhygienischen Lager rasen könnte, in denen die Flüchtlinge leben, seit sie vor mehr als zwei Jahren vor einer Militäroffensive in Myanmar geflohen sind.

Der lokale Gesundheitskoordinator Abu Toha Bhuiyan sagte, die beiden Flüchtlinge seien isoliert worden, und die Behörden hätten die Präventionsmaßnahmen verstärkt und die Tests ausgeweitet.

Anfang April verhängten die Behörden nach einer Reihe von Fällen eine vollständige Sperrung des umliegenden Cox-Bezirks Bazar, wodurch der gesamte Verkehr in und aus den Lagern eingeschränkt wurde.

Die bangladeschischen Behörden zwangen Hilfsorganisationen außerdem, ihre Lagerpräsenz um 80 Prozent zu reduzieren.

Menschenrechtsgruppen und Aktivisten haben Bedenken geäußert, dass die Lager aufgrund eines im vergangenen September verhängten Internetverbots Hotspots für Fehlinformationen über die Pandemie sind.

Der erste Coronavirus-Fall wurde Anfang März in Bangladesch bestätigt, und die Pandemie hat sich seitdem mit mindestens 283 Toten und fast 19.000 Infizierten verschlimmert – Zahlen, von denen einige Experten sagen, dass sie stark unterbewertet sind.

Die Regierung hat seit dem 26. März eine landesweite Sperrung durchgesetzt, um die Ausbreitung der Krankheit zu kontrollieren.

Trotz der Schließung ist die Zahl der Fälle in den letzten Tagen stark gestiegen, und die tägliche Zahl der Todesopfer und Neuinfektionen hat am Mittwoch einen Rekordwert erreicht.