POLITIK

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Montagabend bei einem Telefongespräch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir die anhaltenden Kämpfe im syrischen Idlib besprochen.

Erdoğan habe Putin gesagt, dass die Spannungen in der nordsyrischen Stadt Idlib darauf abzielten, der türkisch-russischen Partnerschaft zu schaden. Beide Staatschefs hätten zudem ihr Engagement für das Sotschi-Abkommen bekräftigt, sagte der Kommunikationsdirektor der Präsidentschaft, Fahrettin Altun, per Twitter.

Der Präsident habe bekundet, dass die Verstöße gegen den Waffenstillstand in der Deeskalationszone von Idlib „besorgniserregend” seien. Die Zerstörung von Schulen und Krankenhäuser sowie das Töten von Zivilisten, könnten nicht mit dem Vorwand der Terrorbekämpfung rechtfertigt werden.

Das Assad-Regime und ihre Anhänger hatten zuletzt am Sonntag drei Zivilisten in der Oppositionshochburg Idlib getötet, wie der syrische Zivilschutz (Weißhelme) mitteilte. Demnach richteten sich die Luft- und Artillerieangriffe vorwiegend gegen Regionen im nördlichen Hama.

Korrespondenten der Nachrichtenagentur Anadolu hatten erst am vergangenen Sonntag von Artillerieangriffen auf Idlib berichtet. Die Granaten sollen in der Nähe des türkischen Beobachtungspostens eingeschlagen sein. Dies war schon der dritte Angriff dieser Art innerhalb zwei Wochen.

Die türkischen Streitkräfte haben insgesamt 12 Beobachtungsposten in der Region, die im Mai 2018 nach der neunten Runde der Astana-Friedensgespräche errichtet wurden.

Als Unterstützer des syrischen Regimes ist Russland dafür verantwortlich, Angriffe von Regimetruppen und vom Iran unterstützten Milizen zu verhindern. Diese hatten wiederholt gegen das Sotschi-Abkommen verstoßen. Die Vereinbarung zielt darauf ab, eine demilitarisierte Zone in der nordwestlichen Stadt Idlib zu errichten. Russland und die Türkei führen dort derzeit gemeinsame Patrouillen durch, um Kämpfe zu verhindern.

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