Ein Konzert, das der Geschichte Hoffnung gibt

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Ein Konzert, das der Geschichte Hoffnung gibt

Viele Überlebende des Holocausts sind gezwungen, nach dem Zweiten Weltkrieg in dem Land zu bleiben, in dem sie verfolgt wurden. Im Jahr 1945 gründeten acht Musiker ein Orchester. Eine neue Ausstellung in Landsberg erzählt die Geschichte der Stadt.

Ein Konzert, das den Menschen Hoffnung gibt

Wie gestaltet man seine Zukunft, wenn man nichts mehr von seinem alten Leben hat und sich in einem Land wiederfindet, das von Menschen umgeben ist, die einem noch kurz zuvor etwas antun wollten? Vor dieser existenziellen Entscheidung standen nach ihrer Befreiung allein in Bayern über 200.000 Juden aus Osteuropa, darunter acht Holocaust-Überlebende. Ihre Antwort war: “Wir machen eine Ausstellung!” Die Ausstellung “Liberation Concert – Humanity. Würde. Die Ausstellung “Befreiungskonzert – Menschlichkeit. Würde. Hoffnung.”, die am Sonntag in Landsberg eröffnet wird, verfolgt den Weg dieses Ausnahmeorchesters, der am 27. Mai 1945 mit dem ersten Konzert nach der Befreiung auf dem Gelände des jüdischen DP-Krankenhauses in St. Ottilien begann.

Es wurde von den Künstlern als “Befreiungskonzert” betitelt. Laut einer Presseerklärung der Stadt mussten sie bald feststellen, dass kein Land der Welt sie aufnehmen wollte. Sie waren gezwungen, im Land der Täter auf die Ausreise zu warten, bis sich die restriktiven Einwanderungsbestimmungen gegenüber Juden änderten. Das Orchester gab Hunderte von Konzerten vor Zehntausenden von Menschen, während es von DP-Lager zu DP-Lager reiste. Jedes Konzert diente als Katalysator für Veränderungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden DP-Lager genutzt, um Displaced Persons (DPs) in provisorischen Unterkünften unterzubringen.

Am 10. Mai 1948 wurde das DP-Orchester unter dem Namen “Representanc Orkester fun Szeerit Hapleitah”, der gerettete Rest, unter der Leitung des amerikanischen Dirigenten Leonard Bernstein in den DP-Lagern Landsberg und Feldafing gegründet. Vier Tage später wurde der Staat Israel proklamiert. Das Orchester löste sich zunehmend auf und die Musiker emigrierten nach Israel, Amerika, Kanada und Australien. 70 Jahre später, im Mai 2018, kamen im Stadttheater Landsberg erstmals überlebende Musiker der Shoah sowie deren Nachfahren aus aller Welt zusammen, um an das Leonard Bernstein Konzert zu erinnern.

Ihr Wunsch, in der universellen Sprache der Musik gemeinsame Wege des Erinnerns zu beschreiten und junge Menschen aktiv und zukunftsweisend einzubinden, wird mit dem Projekt des Wertebündnisses… Dies ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine weitere Newsmeldung.

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