Ein erstes Ausrufezeichen für ein Konzert

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Ein erstes Ausrufezeichen für ein Konzert

Der Landsberger Orgelsommer ist bereits in vollem Gange. Diesmal als musikalisches Angebot. Was Johannes Skudlik beim Eröffnungskonzert vorträgt

Ein Ausrufezeichen zum ersten Mal

In seiner 36. Saison wird der “Landsberger Orgelsommer” zu einer musikalischen Andacht, allerdings unter den besonderen Bedingungen der Corona-Epidemie. Bei den Matineen in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt steht unter dem Motto “Bach & Bibel” nicht nur der kraftvolle Klang der Orgel und das virtuose Spiel weltweiter Solisten im Mittelpunkt, sondern auch ein geistlicher Text. Das wurde vom Publikum wohlwollend aufgenommen.

Michaela Ringler war diejenige, die den ersten Vorschlag machte. Darin bezog sie sich auf Johann Sebastian Bachs geistlichen Hymnus “Komm süßer Tod” und zog unter dem Eindruck der jüngsten Pandemie eine Parallele zwischen Bachs Todessehnsucht und der heute neu erwachten “Sehnsucht nach Leben”.

Stadtpfarrer Michael Zeitler begrüßte die Zuhörer zur “musikalischen Andacht” und zitierte den Thomaskantor, der einmal sagte: “Man muss nur den richtigen Ton im richtigen Moment treffen.” Dass dies nicht ausreicht, sondern die wahre Herausforderung darin besteht, den “passenden Klang” zu den richtigen Tönen zu finden, zeigte Johannes Skudlik. Als Kantor der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist er mit der Landsberger Orgel bestens vertraut und wusste deren Möglichkeiten in dieser Matinée voll auszuschöpfen.

Vor allem der eröffnende Choral in a-Moll von César Franck, einem spätromantischen französischen Komponisten, bot Gelegenheit für eine kunstvolle Registrierung, die Skudlik trotz der bisweilen aggressiven Chromatik und komplizierten Harmonik mit zarten Klangfarben unterstrich. César Franck nutzte eine Vielzahl musikalischer Techniken, um die teilweise widersprüchlichen Stimmungen seiner expressiven Komposition zu gestalten, darunter dramatische Dynamikwechsel, absinkende Tonkaskaden und unmittelbar folgende, heftig fordernde Aufwärtsbewegungen. So setzte Johannes Skudlik mit diesem anspruchsvollen Stück, das seiner Interpretation in jeder Hinsicht viel abverlangt, das erste Ausrufezeichen.

Es folgten Johann Sebastian Bachs Sinfonia aus der Trauerkantate “Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit”, ein Frühwerk des Komponisten, in einer Transkription von Félix Alexandre Guilmant, und Vergil Fox’ “Komm süßer Tod”, dem Michaela Ringler mit ihrem Impuls die Ohren des Publikums schenkte. Dies ist eine gekürzte Version der Informationen. Lesen Sie weiter in einer anderen News.

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