Ehemaliger Camp-Leiter gesteht, Ehefrau betäubt zu haben, um Kinder zu missbrauchen
Ein 76-jähriger früherer Tierarzt hat vor Gericht umfassend gestanden, Kinder auf einem Feriencamp betäubt und sexuell missbraucht zu haben. Jon Ruben räumte zudem ein, gezielt seine Ehefrau mit Beruhigungsmitteln außer Gefecht gesetzt zu haben, damit sie während seiner Taten nicht aufwachte.
Umfangreiche Geständnisse vor Gericht
Am Leicester Crown Court gestand Ruben die Verabreichung einer giftigen Substanz, Temazapam, an seine Frau Susan zwischen dem 26. und 29. Juli des vergangenen Jahres. Dieser neue Schuldspruch kam zu einer bereits langen Liste von Geständnissen hinzu. Bereits im November hatte sich der Mann, der mindestens 27 Jahre lang ein Feriencamp betrieb, wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes unter 13, penetrativer Vergewaltigung eines Kindes unter 13, acht Fällen von Kindesmisshandlung, drei Fällen der Herstellung kinderpornografischer Bilder und vier Drogendelikten schuldig bekannt.
Die Staatsanwältin Mary Prior KC schilderte das Vorgehen des Täters: Ruben hatte Süßigkeiten mit Betäubungsmitteln präpariert und mit Kindern ein sogenanntes „Süßigkeiten-Spiel“ gespielt. Mehrere Kinder erkrankten anschließend, konnten kaum laufen, lallen und waren nicht aufzuwecken. Am nächsten Morgen sagte Ruben zu den unwohl fühlenden Kindern lediglich, sie seien „überreizt“. Bei einigen Opfern wurde flüssiges Xanax nachgewiesen, acht Kinder mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Insgesamt belasten Ruben zwei Jungen, die sexuell missbraucht wurden, und sechs weitere Opfer von Kindesmisshandlung.
Langer Missbrauch und belastendes Material
Die Ermittlungen begannen, nachdem Rubens Stiefsohn während des Camps Besorgnis äußerte, nachdem er Babyöl, Spritzen mit weißem Pulver und andere verdächtige Gegenstände gefunden hatte. Der Täter stellte sich später freiwillig der Polizei und gestand, seine Frau betäubt zu haben.
Bei den kinderpornografischen Aufnahmen, die Ruben zwischen August 2023 und Juni vergangenen Jahres herstellte, handelt es sich um 50 Videos der Kategorie A, 22 der Kategorie B und sieben der Kategorie C. Leicestershire Police betonte, dass keine dieser Aufnahmen Kinder zeige, die auf dem Sommercamp waren. Die Besitzer und Betreiber der Stathern Lodge in Leicestershire seien zudem unabhängig von den Nutzern und „nicht mit dem Vorfall verbunden“.
Im Gerichtssaal, wo Ruben in einem blauen Hemd und beigen Hosen saß, brach der Angeklagte bei seiner Vernehmung am Mittwoch in Tränen aus und sagte: „Es tut mir so leid“. Richter Timothy Spencer KC sagte ihm, dass die für Freitag angesetzte Urteilsverkündung „ein sehr harter Tag in Ihrem Leben“ sein werde.