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Disneys Jagd auf Netflix hat begonnen

“Frozen II”, “Star Wars” – für Disney läuft es im Moment richtig gut. Und das gilt nicht nur für das Filmgeschäft, sondern auch für den neuen Streamingdienst des US-Konzerns: 28,6 Millionen Abonnenten nutzen mittlerweile Disney+.

Die wichtigste Nachricht: 28,6 Millionen Abonnenten hat Disney seit dem Start seines Streamingdienstes am 12. November bereits gewinnen können. Stichtag dafür war der vergangene Montag. Gut 20 Prozent der Neukunden von Disney+ hätten momentan noch ein kostenloses Test-Abo. Etwa 50 Prozent haben sich laut Disney Chef Bob Iger über die Website des neuen Streaming-Angebots angemeldet und ein Jahres- oder drei-Jahres Abo abgeschlossen.

Besser als erwartet

Die Abwanderungsrate sowie die Umwandlung in bezahlte Abonnements sei besser als erwartet, sagte Iger. Bis Ende 2024 will der Konzern auf 60 bis 90 Millionen zahlende Kunden kommen. Zum Vergleich: Marktführer Netflix kommt auf knapp 170 Millionen Abo-Kunden und ist seit 13 Jahren im Streaming-Geschäft.

Disney+ gibt es derzeit in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Auf der Plattform laufen unter anderem Marvel-, Pixar- und Star-Wars-Filme. In Deutschland und anderen europäischen Ländern startet der Dienst am 24. März.

Aber auch im Filmgeschäft läuft es für das Hollywood-Unternehmen gut. Disney erzielte im vergangenen Quartal einen Umsatz von 3,76 Milliarden Dollar. Das ist deutlich besser als noch vor einem Jahr, wo es 1,8 Milliarden Dollar waren. Nach Angaben des Unternehmens ist das vor allem auf Filme wie “Frozen II” und “Stars Wars: Der Aufstieg Skywalkers” zurückzuführen, die beide im vergangenen Jahr in die Kinos kamen.

Sorgen um Themenparks in China

Der Umsatz bei den Themenparks ist um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und liegt im abgelaufenen Quartal bei 7,4 Milliarden Dollar. Sorgen machen dem Unternehmen aber die internationalen Parks. Disneyland in Hongkong hat unter den Protesten gelitten. Das Betriebsergebnis ging hier um 80 Millionen Dollar zurück.

Die Schließung des Themenparks in Shanghai wegen des Coronavirus wird sich erst in den kommenden Ergebnissen niederschlagen. Für Shanghai werden Einnahmeverluste von 135 Millionen Dollar erwartet, in Hongkong könnten sie bei rund 40 Millionen Dollar liegen.