Dießen: Das Erbe des Dießener Kunstinstituts ist zum Stolperstein geworden.

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Dießen: Das Erbe des Dießener Kunstinstituts ist zum Stolperstein geworden.

Die verschiedenen Konzepte für die Huber-Wohnhäuser in Dießen sind auf Eis gelegt. Schwermetalle und Kohlenwasserstoffe sind vorerst das Problem.

Das Dießener Kunstinstitut wurde wegen der Altlasten auf Eis gelegt.

Das alte Grafische Institut in der Dießener Johann-C.-Huber-Straße wird in naher Zukunft wohl nicht umgenutzt werden. Huber in der Dießener Johannisstraße. Denn in den kommenden Monaten wird man sich erst einmal mit dem Thema Altlasten und Schadstoffe beschäftigen müssen. Das wurde in einer jüngsten Stadtratssitzung deutlich.

In der Zwischenzeit hat die Gemeinde beschlossen, das Eigentum an dem Industriekomplex zu behalten. Kaufansprüche der Erben eines Verlegers, denen von den früheren Eigentümern ein Vorkaufsrecht zugesichert worden war, wurden von den Gerichten abgelehnt, weitere Rechtsmittel seien nicht eingelegt worden, so Bürgermeisterin Sandra Perzul (Dießener Bürger). Sie habe sich nun in einem ersten Schritt mit der Unteren Altlasten- und Bodenschutzbehörde im Landratsamt Landsberg getroffen, so Perzul. Sie berichtet aus dem Gespräch: “Als erstes müssen wir vor einer Nutzungsänderung drei Bodenschutzelemente durch ein qualifiziertes Fachbüro bewerten lassen.”

Dabei geht es um Öle, Schwermetalle und Aromastoffe.

Dazu gehören Verunreinigungen in der Bausubstanz mit Chlorkohlenwasserstoffen, Schwermetallen, Kohlenwasserstoffen wie Hydraulik-, Heiz- und Maschinenölen und leichtflüchtigen Aromastoffen wie Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylole sowie eine Bewertung eines Schadensbereichs von 1993/94 mit leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen und ein Schadensfall in einem Gebäude. Diese Überlegungen müssten dann in eine Rückbau-, Umbau- und Sanierungsstrategie einfließen.

Roland Kratzer (CSU) wollte wissen, wie lange so eine Untersuchung dauern kann, und Marc Schlüpmann (Grüne) wollte wissen, wann die Untersuchung abgeschlossen sein muss. “Sofort”, sagte der Bürgermeister. Franz Sanktjohanser (Dießener Bürger) ergänzte, dass es wohl nicht entscheidend sei, bis wann Ermittlungsergebnisse vorliegen, sondern welche Maßnahmen daraus resultieren.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, drei Honorarangebote von Sachverständigen einzuholen. Erst wenn deren Untersuchungsergebnisse vorliegen, soll über weitere Nutzungsmöglichkeiten für die Huber-Häuser diskutiert werden.

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