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Die deutsche Inflation lässt im April weiter nach

BERLIN, 29. April – Die deutsche Jahresinflation hat sich im April weiter verlangsamt und liegt deutlich unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank. Dies zeigten die Daten am Mittwoch, was der EZB zusätzlichen Spielraum für die Einführung einer Konjunkturpolitik gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie gab.

Die deutschen Verbraucherpreise, die harmonisiert wurden, um sie mit Inflationsdaten aus anderen EU-Ländern vergleichbar zu machen, stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,8%, nachdem sie im Vormonat um 1,3% gestiegen waren, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Der Wert war der niedrigste seit November 2016 und lag über einer Reuters-Prognose von 0,5%.

Im Monatsvergleich stiegen die EU-harmonisierten Preise im April um 0,4%. Dies verglichen mit einer Reuters-Prognose für 0,1%.

Die Europäische Zentralbank strebt für den Einheitswährungsblock eine Inflation von nahezu, aber unter 2% an.

Die Europäische Zentralbank hat die Obergrenze für die Anzahl der Anleihen, die sie in einem einzelnen Land der Eurozone kaufen kann, aufgehoben und damit den Weg für einen potenziell unbegrenzten Gelddruck frei gemacht, da sie ihre Reaktion auf die Pandemie verstärkt.

(Berichterstattung von Michael Nienaber; Redaktion von Thomas Seythal)