Diakonisse Diakonisse Diakonisse Diakonisse Ulrike Kühn ist die Leiterin einer Gesellschaft, die am Rande des Aussterbens steht.

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Diakonisse Diakonisse Diakonisse Diakonisse Ulrike Kühn ist die Leiterin einer Gesellschaft, die am Rande des Aussterbens steht.

Seit 1855 haben 33 Diakonissen in Augsburg mit ihren blau gepunkteten Trachten und weißen Hauben das Stadtbild geprägt. Ihre Interessen werden nun von einer neuen Person wahrgenommen.

Diakonisse Ulrike Kühn ist die Leiterin eines Vereins, der am Rande des Aussterbens steht.

Die letzten verbliebenen Diakonissen in Augsburg widmen ihren Lebensabend Ulrike Kühn, die nach eigenem Bekunden gerne Zeit mit ihnen verbringt, etwa beim Mittagsgebet. Ihre Schützlinge, die zwischen 88 und 104 Jahre alt sind, haben nach ihren Angaben schon immer einen festen Tagesablauf gehabt. Er beginnt mit dem Morgengebet um 8.30 Uhr und endet mit dem Abendgebet um 18.30 Uhr. Für alle Frauen, denen der Weg zur Kirche zu beschwerlich ist, werden laut Kühn der Sonntagsgottesdienst und der Wochenschlussgottesdienst aus der Mutterhauskirche im zweiten Stock des Diako in der Frölichstraße in die Feierabendresidenz übertragen.

Nach dem Beschluss des Verwaltungsrates tritt Ulrike Kühn im Juli des Corona-Jahres 2020 die Nachfolge ihrer Vorgängerin Christiane Ludwig als Oberin an. Die 52-Jährige hat sich bereits in verschiedenen Berufsfeldern versucht. Wie sie erzählt, hat sie zunächst als Zahnarzthelferin gearbeitet, bevor sie in einer Jugendberatungsstelle merkte, wie viel Trost ihr der Glaube spendet. Ihre Eltern, so behauptet sie, hätten sie religiös und kirchlich erzogen, was ihr geholfen habe, einige traumatische Situationen in der Jugendhilfe zu bewältigen. Mit 25 Jahren begann sie ihr Studium zur Diakonin in Rummelsberg, wo sie sich in Religionsunterricht und Erwachsenenbildung ausbilden ließ. Als Ehefrau eines Diakons und Mutter einer 19-jährigen Tochter und eines 16-jährigen Sohnes meldete sie sich erneut zur Neuorientierung an.

Rektor Dr. Jens Colditz und Schwester Erika saßen ihr gegenüber, als sie das Gefühl beschlich, “das ist genau mein Job.” Noch während sie in diesem für sie so wichtigen Vorgespräch ihren kommenden Vorgesetzten gegenüber saß, habe sie ihre Bewerbung per Video geschrieben. Und durch all diese Schritte, sagt sie, habe sie eine “Verbundenheit im Glauben” gespürt, die ihr bei der Entscheidungsfindung geholfen habe. Es ist nicht nur das Verständnis und die Unterstützung ihrer Familie, die ihr jeden Tag aufs Neue bestätigt, dass es “der richtige Weg” war. Wenn sie heute die Sterbebriefe von ehemaligen… Dies ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine weitere Nachricht.

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