Deutschland hat sich nicht für eine mögliche Beteiligung an TenneT entschieden

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BERLIN / FRANKFURT, 8. Mai – Deutschland hatte Kontakt zu den Niederlanden wegen der Zusammenarbeit über Stromnetze, hat jedoch nicht entschieden, ob es sich an dem niederländischen staatlichen Stromübertragungsnetzbetreiber TenneT beteiligen könnte, sagte eine Sprecherin des deutschen Wirtschaftsministeriums.

Die Sprecherin antwortete auf einen Bericht des deutschen Wochenmagazins Der Spiegel, in dem es heißt, ohne zu sagen, woher die Informationen stammen, dass Berlin beabsichtige, eine Beteiligung an TenneTs deutschem Betrieb & lt; IPO-TTH.AS> zu erwerben.

“Wie und auf welche Weise eine solche Zusammenarbeit stattfinden kann, wurde nicht entschieden”, sagte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums über die Gespräche mit den Niederlanden.

Der Spiegel sagte, Bundesfinanzminister Olaf Scholz von den mitregierenden Sozialdemokraten unterstütze den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung an der deutschen Division von TenneT, während Wirtschaftsminister Peter Altmaier von den Christdemokraten von Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Anteil von weniger als 50% befürwortete.

Ein Sprecher des Finanzministeriums lehnte eine Stellungnahme ab.

Scholz und seine Sozialdemokraten befürworten im Allgemeinen, dass der Staat eine größere Rolle im deutschen Netzbetrieb spielt, insbesondere angesichts des massiven Investitionsbedarfs, um die Umstellung auf erneuerbare Energien zu beschleunigen.

Merkels Konservative sind diesbezüglich skeptischer und bevorzugen nach Möglichkeit eine privatwirtschaftliche Lösung.

TenneT befindet sich seit einiger Zeit in Gesprächen mit seinem Eigentümer darüber, wie eine Finanzierungslücke von 2-3 Milliarden Euro (2,2 bis 3,3 Milliarden US-Dollar) geschlossen werden kann, um seinen ehrgeizigen 10-Jahres-Ausgabenplan zu sichern.

Eine Sprecherin von TenneT bekräftigte, dass die Gruppe in laufenden Gesprächen mit dem niederländischen Staat über seine Eigenkapitalanforderungen sei und dass dem Parlament des Landes bald Lösungen vorgestellt werden sollten.

($ 1 = 0,9228 Euro) (Berichterstattung von Michael Nienaber und Christoph Steitz; Redaktion von Mark Potter)

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