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Deutschland behandelt erste Italiener als Coronavirus-Pflege…

BERLIN, 24. März – Deutsche Krankenhäuser mit Kapazitätsreserven haben am Dienstag ihre ersten Coronavirus-Patienten aus Italien begrüßt, wo in einem überforderten Gesundheitssystem der Ausbruch mehr Menschen getötet hat als in jedem anderen Land.

Vor einer erwarteten größeren Welle von Infektionen im eigenen Land, auf die sich die deutschen Behörden vorbereiten, traf am Dienstagmorgen eine erste Gruppe von sechs italienischen Patienten am Flughafen Leipzig im ostsächsischen Bundesland ein.

Das westliche Bundesland Nordrhein-Westfalen kündigte ebenfalls Pläne an, in den kommenden Tagen 10 italienische Patienten aufzunehmen. “Wir brauchen grenzüberschreitende Solidarität in Europa”, sagte sein Ministerpräsident Armin Laschet. “Wir wollen den europäischen Geist bewahren.”

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte, die Regierung in Italien, wo bestätigte Fälle des Virus 64.000 überschritten und Todesfälle über 6.000 gestiegen sind, habe um Hilfe gebeten. Deutschland war das erste Land, das italienische Patienten aufnahm.

Das Universitätsklinikum Leipzig nahm zwei der transportierten Patienten auf, sagte ein Sprecher. Beide schwerkranken 57-jährigen Männer zogen von der Intensivstation in Bergamo, im Epizentrum des italienischen Ausbruchs, und wo überlastete Stationen entscheiden müssen, wer lebensrettend sein soll Beatmungsgerät Behandlung zu.

Ein Vorteil der Transfers für Deutschland besteht darin, dass die Krankenhäuser wertvolle weitere Erfahrungen bei der Behandlung von Coronavirus-Patienten sammeln werden, bevor die Zahl der schwerwiegenden Fälle im Land steigt.

Deutschland hat 27.000 bestätigte Coronavirus-Fälle, aber nur 114 Todesfälle, und nutzt die Zeit vor dem erwarteten Anstieg, um seine Intensivpflegekapazität zu stärken.

Die Regierung bietet Krankenhäusern enorme staatliche Subventionen an, um die Pläne zur Verdoppelung dieser Kapazität zu beschleunigen, die derzeit bei rund 28.000 Betten liegt.

Deutschland war auch strenger als einige andere EU-Länder bei der Prüfung auf Coronavirus, ein möglicher Faktor für die außergewöhnlich niedrige Sterblichkeitsrate des Landes.

In Italien, wo eine alternde Bevölkerung ein Schlüsselfaktor für scheinbar ungewöhnlich hohe Sterblichkeitsstatistiken ist, sagte der Leiter der Agentur, der Daten über die Epidemie sammelt, der Zeitung La Repubblica, er glaube, dass bis zu 640.000 Menschen infiziert sein könnten.

Deutsche Krankenhäuser nahmen am Dienstag auch Coronavirus-Patienten aus Frankreich auf.

“Wir haben noch drei, fünf, sieben Tage Zeit, weil wir vor der (größeren) Welle stehen”, sagte Hartmut Bückle, Sprecher der Universitätsklinik in Freiburg nahe der Landesgrenze, gegenüber Welt TV. “Wir wollen diese Zeit nutzen, um unseren französischen Nachbarn die Möglichkeiten zu bieten, die wir derzeit noch haben.” (Berichterstattung von Thomas Escritt in Berlin und Matthias Inverardi in Düsseldorf; Redaktion von John Stonestreet)

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