Der russische Rubel schwächt sich nach dem Einbruch in die Welt weiter ab…

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MOSKAU, 21. April – Der Rubel schwächte sich am Dienstag weiter ab, als Reaktion auf einen historischen Einbruch der Ölpreise, der einen durch den Ausbruch des Coronavirus ausgelösten wirtschaftlichen Einbruch in Russland verschärfen wird.

Die US-Ölpreise sanken am Montag zum ersten Mal unter 0 USD, nachdem die Moskauer Märkte geschlossen hatten, da die USA aufgrund wachsender Rohölvorräte keinen Speicherplatz mehr haben. Die US-Preise fielen jedoch am frühen Dienstag wieder in den positiven Bereich.

Um 0744 GMT war der Rubel gegenüber dem Dollar mit 76,25 um 0,9% schwächer, nachdem er am Montag um 2,1% gefallen war, lag aber nicht mehr bei einem Vierjahrestief von 81,97 vor einem Monat.

Gegenüber dem Euro verlor der Rubel 0,8% und notierte bei 82,61, nahe dem Zwei-Wochen-Tief, nachdem er am Montag um fast 2% gefallen war, als die globalen Ölpreise zusammenbrachen.

Brent-Rohöl, eine globale Benchmark für Russlands Hauptexport, fiel um 9,8% auf 23,08 USD pro Barrel.

Die Coronavirus-Krise und die zur Eindämmung des Virus eingeführten Sperren haben die russische Wirtschaft an den Rand einer Rezession gebracht und dürften die Arbeitslosigkeit ankurbeln. Öl ist der größte Exportartikel des Landes.

Die Zentralbank hat den Rubel unterstützt, indem sie kürzlich den täglichen Verkauf von Fremdwährungen aus staatlichen Reserven erhöht hat, um einem Rückgang der Ölpreise entgegenzuwirken, an den ihre Deviseninterventionen gebunden sind.

Es wird erwartet, dass die Zentralbank bereits an diesem Freitag einen zusätzlichen Schritt unternimmt, um die wirtschaftliche Kontraktion durch Zinssenkungen abzufedern.

Russische Aktienindizes öffneten niedriger. Der auf Dollar lautende RTS-Index fiel um 4,3% auf 1.022,1 Punkte. Der auf Rubel basierende russische MOEX-Index fiel um 2% auf 2.475,2 Punkte.

Die Aktien des russischen Ölgiganten Rosneft blieben hinter dem breiteren Markt zurück und verloren am Tag vor der Entscheidung des Verwaltungsrats über Dividenden 3,1%. Sie fielen am Montag um 1,9%, als die Ölpreise fielen.

Für den russischen Aktienführer siehe

Für russische Staatsanleihen siehe

(Berichterstattung von Andrey Ostroukh; Redaktion von Susan Fenton)

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