Der Raum B1 verwandelt sich in eine Peepshow.

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Der Raum B1 verwandelt sich in eine Peepshow.

Die Schönheit, so Harry Sternberg und Thorsten Fuhrmann, liegt im Detail. Sie haben eine ähnliche Einstellung zum Leben.

Raum B1 verwandelt sich in eine Peepshow.

Ist es möglich, eine große Ausstellung auf kleinem Raum zu zeigen? Diese Rechnung geht auf, wenn man seine Ausstellungen bündelt, wie es Thorsten Fuhrmann und Harry Sternberg derzeit im Raum B1 in Utting mit ihrer Schau “opposites & dialogues” tun.

Sie haben ihre Fotos in einen Beamer gepackt, der sie gerade paarweise an die Wand projiziert, so dass eine Beschriftung der einzelnen Zuordnungen überflüssig ist. Entsprechend ungewöhnlich ist der aktuelle Blick in die Galerie: Um den Raum abzudunkeln, wurde die breite Fensterfront, die als “Entree zur Kunst der Corona-Zeit” bezeichnet wird, komplett abgedeckt. An der Eingangstür befinden sich zu diesem Zweck Beobachtungsöffnungen in verschiedenen Höhen.

Durch diese können nun die “stillen Dialoge” im Inneren des riesigen Guckkastens verfolgt werden. Es sind 70 dieser Bildinteraktionen, die aus Harry Sternbergs visuellem Tagebuch “en Passant – am Vorübergehen” und Thorsten Fuhrmanns ähnlich situativer Fotoserie “Ich war’s nicht.” entnommen und gepaart sind. Für den Betrachter bedeutet das 18 Minuten visuelle Unterhaltung und eine “Detail”-Sicht auf die Welt, die viele schon nach dem ersten Betrachten der Bilderrevue einreichen.

“Die Welt entlarvt sich nur im Detail; wer sie begreifen will, muss genau hinschauen”, ist der rote Faden, der sich durch fast alle gezeigten Bilderpaare zieht: Ihre Schönheit offenbart sich oft an unerwarteten Orten. Allerdings sind die beiden Fotografen für ihr Projekt nicht gemeinsam gereist, was angesichts des Endergebnisses unerwartet ist. Dass es überhaupt dazu kam, ist einer zufälligen Begegnung an einem unerwarteten Ort geschuldet: Harry Sternberg hatte sein Fototagebuch “en Passant”, das er seit 2017 führte, schon lange auf Facebook geteilt. Eines Tages erhielt er eine Antwort von Thorsten Fuhrmann, der sich seit einiger Zeit mit “Ich war’s nicht” beschäftigt und einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgt. Der Dialog ging nicht nur weiter, sondern wurde zu einem intensiven Austausch. Alle Aufnahmen sind auf Anfrage auch als Papierabzüge erhältlich. Einige von ihnen sind in Heft 73 der Reihe “so-Viele” im icon Verlag München, ISBN 978-3-946803-86-7, abgedruckt.

Die Ausstellung “opposites & dialogues” läuft bis zum 4. Juli. Die Künstler sind sonntags unter…. zu sehen. Dies ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine weitere Meldung.

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