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Der deutsche Tourismussektor ist bestürzt, als Berlin das Reisen erweitert…

BERLIN, 29. April – Deutschland könnte einige COVID-19-Sperrbeschränkungen lockern, aber die Regierung hat alle Hoffnungen im Tourismussektor unterdrückt, die Urlaubsberatung zu lockern, als sie ihre Warnung vor weltweiten Reisen bis zum 14. Juni am Mittwoch verlängerte.

Die Entscheidung fiel wenige Tage nach dem Nachbarland Österreich, das eine gestaffelte Wiederaufnahme des Tourismus nahegelegt hat und es deutschen Besuchern zunächst ermöglichte, letzte Woche in drei seiner Top-Skigebiete Coronavirus-Quarantänen zu heben.

“Wir sind mit der Bekämpfung des Virus und der Entwicklung der Pandemie noch nicht so weit, dass wir unbeschwertes Reisen empfehlen können”, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas gegenüber Journalisten.

“Die Menschen können keinen Urlaub verbringen, wie sie ihn normalerweise an vollen Stränden oder in vollen Berghütten oder was auch immer kennen.”

Der türkische Tourismusminister sagte Anfang dieses Monats, er erwarte, dass die Flüge bis Ende Juni wieder normal werden, während Griechenland hofft, ab Juli wieder Touristen willkommen zu heißen.

Das deutsche Außenministerium warnte am 17. März erstmals vor unnötigen Touristenreisen ins Ausland bis zum 3. Mai. Die Verlängerung ist ein neuer Schlag für die angeschlagene Tourismusbranche, da die Deutschen zu den produktivsten Reisenden der Welt gehören.

Viele der ersten Coronavirus-Fälle in Deutschland betrafen Touristen, die nach einem Besuch des österreichischen Skigebiets Ischgl krank wurden.

Der deutsche Verband der Reiseveranstalter gab an, bis Ende April bereits mehr als 4,8 Milliarden Euro Umsatz verloren zu haben, und die Entscheidung würde bedeuten, dass der Sektor dringend gezielte staatliche Beihilfen benötigt.

„Wenn Politiker nicht schnell und zielgerichtet handeln, stehen bis zum Sommer viele Unternehmen kurz vor dem Zusammenbruch“, warnte Norbert Kunz, Leiter des deutschen Tourismusverbandes.

Die Branche möchte die Möglichkeit haben, obligatorische Gutscheine auszustellen, anstatt Kunden stornierte Reisen zu erstatten.

Die deutsche TUI, die weltweit größte Tourismusgruppe, hat im vergangenen Monat eine Kreditzusage des staatlichen Kreditgebers KfW in Höhe von 1,8 Milliarden Euro (1,99 Milliarden US-Dollar) vereinbart, um die Folgen der Coronavirus-Pandemie zu bewältigen.

($ 1 = 0,9216 Euro) (Berichterstattung von Klaus Lauer, Alexander Ratz, Andreas Rinke, Christian Kraemer und Ilona Wissenbach; Schreiben von Emma Thomasson; Redaktion von Pravin Char)