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Der Brent-Ölpreis steigt mit geschätzten US-Rohölvorräten

ANKARA

Die Brent-Rohölpreise stiegen am Mittwoch, als ein erwarteter Rückgang des US-Rohölbestands die Befürchtungen der Anleger über einen Nachfragerückgang zerstreute.

Der internationale Referenzwert Brent Rohöl wurde bei 0633 GMT mit 44,98 USD pro Barrel gehandelt, was einem Anstieg von 0,8% entspricht, nachdem er am Dienstag bei 44,62 USD pro Barrel geschlossen hatte.

Der amerikanische Referenzindex West Texas Intermediate lag gleichzeitig bei 42 USD pro Barrel, ein Plus von 0,16% nach Beendigung der vorherigen Sitzung bei 42,07 USD pro Barrel.

Am späten Dienstag gab das American Petroleum Institute (API) bekannt, dass die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche um 4,4 Millionen Barrel gesunken sind, was einer erwarteten Ziehung von 3,2 Millionen Barrel entspricht.

Dies signalisierte zwar einen möglichen Anstieg der US-Ölnachfrage, beruhigte jedoch auch einige Bedenken der Anleger angesichts des wachsenden Überschusses an Ölangeboten auf dem Weltmarkt.

Die weltweite Nachfrage, einschließlich Asiens, hat sich ebenfalls erholt, da einige Länder Sperrungen und Bestellungen für Privatunterkünfte erleichtern.

Die Preise stiegen ebenfalls nach oben, nachdem Russland erklärt hatte, den ersten COVID-19-Impfstoff der Welt namens Sputnik V entwickelt zu haben, obwohl einige westliche Wissenschaftler skeptisch sind.

Die wachsende Unsicherheit über eine Pattsituation in Washington bei den Gesprächen über ein Erholungspaket nach den Folgen der Pandemie hielt jedoch den Preisdruck nach unten.

Die Pattsituation bei den Gesprächen geht weiter, da US-Präsident Donald Trump und die Republikaner ein Paket von rund 1 Billion US-Dollar angestrebt haben, der Vorschlag der Demokraten jedoch 3 Billionen US-Dollar übersteigt.

Die Gespräche zwischen der Trump-Regierung und dem demokratisch kontrollierten Repräsentantenhaus wurden am Freitag abgebrochen, nachdem fast zwei Wochen täglicher Gespräche nur geringe Fortschritte gebracht hatten.

Die US-Rohölproduktion wird voraussichtlich in diesem Jahr um 990.000 Barrel pro Tag (bpd) auf 11,26 Mio. bpd sinken, teilte die US Energy Information Administration (EIA) am Dienstag mit. Dies entspricht einem Rückgang von 600.000 bpd, der steiler ist als im letzten Monat prognostiziert.

Auf der Nachfrageseite bleiben die globalen Wirtschaftsaussichten und die Ölnachfrage insgesamt schwach, da sich COVID-19 weiterhin weltweit ausbreitet.

Die Zahl der COVID-19-Fälle weltweit liegt nach neuesten Daten der Johns Hopkins University bei über 20 Millionen.

Da die USA am Dienstagmorgen mit mehr als 5 Millionen Fällen an der Spitze der Fälle stehen, hat Brasilien mehr als 3 Millionen Fälle, und Indien folgt mit mehr als 2,2 Millionen Fällen.

Ebenfalls zum ersten Mal seit 102 Tagen bestätigte Neuseeland vier lokale Fälle des Virus.