Das höchste Bauwerk Bayerns ist in Nürnberg zum Denkmal geworden.

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Das höchste Bauwerk Bayerns ist in Nürnberg zum Denkmal geworden.

Der Fernmeldeturm in Nürnberg ist Bayerns höchstes Hochhaus und steht jetzt unter Denkmalschutz. Warum ist das eine gute Nachricht für die Bergsteiger im Freistaat?

Das höchste Bauwerk Bayerns ist zum Denkmal geworden.

Wer den Gipfel des deutschen Erfolgs erreichen will, muss Bayern besuchen. Das liegt daran, dass hier die Zugspitze, Deutschlands höchster Gipfel, liegt – und dass der Freistaat mit all seinen Vorzügen das höchste aller Gefühle ist, zumindest aus heimischer Sicht.

Einmal im Freistaat angekommen, muss sich der Aspirant entscheiden: Soll die Zugspitze wirklich das Ziel sein? Zieht es den Gipfelsuchenden ins Allgäu, wo die Liftbetreiber ihr Skigebiet jahrelang als “Das Höchste” gebrandmarkt haben, bis sie den Superlativ vor einigen Jahren fallen ließen und seitdem unter dem weniger pompösen Namen “Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen” firmieren? Sollte der Gipfel weniger alpin und mehr architektonisch sein?

Der Ursprung des Namens des Nürnberger Eies

Das “Nürnberger Ei” wäre in dieser Situation die richtige Aufstiegshilfe, denn der 292,8 Meter hohe Fernmeldeturm ist das höchste Bauwerk Bayerns. Ein großes Manko: Der 41 Jahre alte Turm ist seit drei Jahrzehnten für Touristen gesperrt, weil sich einfach zu wenige Menschen für den Blick über die fränkische Hauptstadt interessieren. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Aussichtsplattform im eiförmigen Turmkorb gut 100 Meter tiefer liegt als Bayerns höchster Punkt.

Das alles hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nicht davon abgehalten, den Fernmeldeturm in seiner Heimatstadt zu würdigen, der nun in die bayerische Denkmalliste aufgenommen wurde. Als Söder am Freitag die Urkunde des Landesamtes für Denkmalpflege überreichte, sagte er: “Das Nürnberger Ei ist jetzt nicht nur das höchste Bauwerk, sondern auch das höchste architektonische Wahrzeichen im Freistaat.” Bislang war der Olympiaturm in München mit 291,3 Metern das höchste Bauwerk in Bayern.

Der neue Status als Baudenkmal und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten eröffnen neue Perspektiven für eine mögliche Wiedereröffnung der seit 1992 gesperrten Besucherbereiche, sagte Nürnbergs Bürgermeister Marcus König. “Das Ziel ist, irgendwann wieder mehr daraus zu machen.”

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