COVID-19-Übertragungsrate steigt in Deutschland

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BERLIN

Die Coronavirus-Übertragungsrate in Deutschland hat diese Woche zugenommen, teilte die Seuchenbekämpfungsbehörde des Landes am Dienstag mit.

Prof. Lothar Wieler, Leiter des Robert Koch-Instituts (RKI), sagte auf einer Pressekonferenz in Berlin, die Übertragungsrate sei auf die Schwelle von 1,0 gestiegen, was bedeutet, dass jede Person mit Coronavirus jetzt durchschnittlich eine andere Person infiziert.

“Diese Zahl sollte unter 1,0 bleiben, das ist unser Hauptziel”, betonte er.

Die Übertragungsrate betrug im letzten Monat fast 3,0, ging jedoch nach strengen Sperrmaßnahmen im ganzen Land am 7. April auf 1,3 und am 16. April weiter auf 0,7 zurück.

Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstrich wiederholt, wie wichtig es ist, diese Quote unter 1,0 zu bringen, bevor sie über eine weitere Lockerung der Sperrmaßnahmen sprach.

Letzte Woche erlaubte die Regierung die Wiedereröffnung kleiner Geschäfte, aber Cafés, Restaurants und große Geschäfte bleiben geschlossen.

Die Zahl der Todesopfer durch Coronavirus in Deutschland erreichte am Dienstag 6.128, während die Gesamtzahl der Fälle nach Angaben des Datenanalyseunternehmens Risklayer und des Karlsruher Instituts für Technologie bei 159.000 lag.

Fast 118.000 Menschen haben sich bisher von dem Virus erholt, berichtete das Robert Koch-Institut.

Deutschland hat nach den USA, Spanien, Italien und Frankreich die fünfthöchste Anzahl gemeldeter COVID-19-Infektionen weltweit. Die Zahl der Todesopfer ist jedoch weitaus niedriger als in anderen am stärksten betroffenen Ländern.

Nach dem ersten Auftreten in China im vergangenen Dezember hat sich das COVID-19-Virus in mindestens 185 Ländern und Regionen verbreitet.

Daten, die von der Johns Hopkins University in den USA zusammengestellt wurden, zeigen weltweite Infektionen von mehr als 3 Millionen mit mehr als 211.300 Todesfällen. Über 896.500 haben sich erholt.

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