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Coronavirus-Blog: Wie Sie Ihren Alltag in der Krise meistern

Wo werde ich auf das Coronavirus getestet? Wem gebe ich noch die Hand? Wo kann und sollte ich noch hingehen? Viele sind derzeit in ihrem Alltag tief verunsichert. Hier geben wir laufend Tipps und zeigen Menschen, die mit gutem Beispiel voran gehen.

Ausgangssperre macht erfinderisch: Papst Franziskus hat im Vatikan erstmals eine virtuelle Generalaudienz abgehalten. Sie wurde nur als Video-Stream in Internet und Fernsehen übertragen. Auch seine Messen hält der Pontifex im Moment nur digital.

Gut sechs Wochen nach Ausbruch des Coronavirus kehrt in China langsam wieder Alltag ein. Die offiziellen Ansteckungszahlen sinken seit Tagen. Auch das Alltagsleben hat sich verbessert – zumindest für all die Menschen, die außerhalb der 60-Millionen-Einwohner-Provinz Hubei leben. Im Großraum Shanghai etwa wird wieder gearbeitet, berichtet unser China-Korrespondent Steffen Wurzer. Die Leute gehen auch sonst wieder raus, stehen morgens also im Stau oder in der überfüllten U-Bahn und gehen abends essen.

Hinfahren, Fenster auf, Rachenabstrich und sofort wieder heim: Nach Augsburg testet auch München potenziell mit dem neuen Coronavirus Infizierte per Drive-in zu testen. Es kann aber nicht jeder zur Bayernkasere fahren. Dort werden nur nach Terminabsprache mit dem Gesundheitsamt diejenigen getestet, die unmittelbaren Kontakt mit einem bestätigten Infizierten hatten.

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml hat in der Sondersendung des Bayerischen Rundfunks “BR extra: Coronavirus in Bayern – Was tun?” an die Verantwortung jedes einzelnen Bürgers im Freistaat appelliert. Jeder solle für sich selbst entscheiden: “Wo muss ich wirklich hingehen und wo kann ich zu Hause bleiben”. Die Ministerin hat außerdem angedeutet, dass es bald mehr Kapazitäten geben werde, um sich auf Corona testen lassen zu können. “Es ist so, dass wir heute mit der Kassenärztlichen Vereinigung nochmal sehr intensiv gesprochen haben. Und der Vorschlag ist, dass man hier ‘Mobile’ wie Busse einsetzt, um dann vor Ort dorthin fahren zu können, wo der Bedarf am größten ist”, so Huml

Lars Schaade, Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) rät zu “sozialer Distanzierung”. Es gehe darum, Abstand zwischen die Menschen zu bringen, um Ansteckungen zu vermeiden. Nicht nur auf Großveranstaltungen lauere der Virus, sondern auch in Gaststätten und im privaten Bereich. Der Appell: Zu Hause bleiben, wann immer das geht.

Wie ist die Stimmung im Landkreis Freising? Hausarztpraxen im Krisenmodus. Covid-19 – Wie gefährlich ist das neue Coronavirus wirklich? Risikopatienten – Wie wird eine schwere Lungenentzündung behandelt?-> Ganze Sendung

Italien hat das Coronavirus neben China besonders hart getroffen. Es gibt viele Tote, die Kliniken sind überfüllt, das ganze Land ist Sperrgebiet. Dennoch beißen die Italiener die Zähne zusammen, bewahren in der Krise ihre Nerven – und ihren Humor. Bestes Beispiel ist diese Großmutter, die allen die Leviten liest.

In Bayern sind Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen bis zum 19.April abgesagt. Auch andere Bundesländer haben strikte Maßnahmen ergriffen. Fußballspiele, Konzerte, Starkbierfeste fallen aus. Die Bayerische Staatsoper wird Vorstellungen im Netz streamen.

BR-Wirtschaftsexperte Wolfram Schrag erklärt, welche Rechte Verbraucher haben.

-> Weitere Infos von der ARD-Rechtsredaktion

Die Stadt San Francisco hat 30 Wohnmobile angemietet. In Ihnen sollten Obdachlose untergebracht werden, die am Coronavirus erkrankt sind.

Bei den Kommunalwahlen in Bayern muss wegen des neuen Coronavirus niemand zuhause bleiben. Eine Ansteckung mit dem Erreger SARS-CoV-2, Erkältung oder Grippe in der Wahlkabine sei unwahrscheinlich, sagt Peter Walger von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene DGKH. Allerdings gelten auch hier die normalen Vorsichtsmaßnahmen. Also Händewaschen vor und nach dem Wählen, rät der Infektiologe. Wer möchte, kann seinen eigenen Kugelschreiber mitbringen. Für die Wahlhelfer sollten auch Desinfektionsmittel bereitstehen.

-> Die Kommunalwahl und das Coronavirus -> Briefwahl

Nach und nach werden immer mehr Bereiche des öffentlichen Lebens eingeschränkt, Schulen geschlossen und Veranstaltungen abgesagt. Wer Erkältungssymptome hat, soll zu Hause bleiben. Wer in Risikogebieten war oder Kontakt zu Infizierten hatte, sowieso. Warum ist das so entscheidend? Die Ausbreitung des Coronavirus muss verlangsamt werden, damit das Gesundheitssystem nicht an seine Belastungsgrenze stößt.

Das Klinikum Weilheim hat eine Sondergenehmigung für ein neues, noch nicht zugelassenes Medikament gegen Covid-19 erwirkt. Es handelt sich um Remdesivir, das gegen Ebola entwickelt wurde. Damit kann ein 80-jähriger Patient in kritischem Zustand behandelt werden. Er bekommt als Erster in Deutschland auch das antivirale HIV-Medikament Kaletra. Seine Ärzte stehen in engem Kontakt mit den Medizinern des Schwabinger Krankenhauses und des Uniklinikums Düsseldorf.

-> Medikamente, die Hoffnung machen

Um sich nicht anzustecken, raten Virologen, sich möglichst nicht ins Gesicht zu fassen. Doch das ist leichter gesagt, als getan. Wir alle haben diese unhygienische Angewohnheit. Unter donottouchyourface.com mahnt die Webcam zu mehr Selbstdisziplin. Sobald die Hände im Gesicht landen, blinkt der Bildschirm rot und es ertönt ein “No”. Auch eine Popup-Variante gibt’s. Funktioniert nur am Computer, nicht am Smartphone.

Ab sofort können sich Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege krankschreiben lassen, ohne dafür in die Praxis zu müssen. Es reicht eine telefonische Rücksprache mit dem Arzt. Der kann bis maximal sieben Tage Arbeitsunfähigkeit attestieren. Eine unbürokratische Entlastung für die niedergelassenen Ärzte und mehr Sicherheit für die anderen Patienten in den Wartezimmern.

Update: Gilt jetzt auch für Kind-Krankschreibung bis zu sieben Tage

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat die Kapazitäten beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst erhöht. Das Personal für die Hotline unter der Rufnummer 116 117 sowie Personal und Fahrzeuge beim Fahrdienst wurden aufgestockt. Der Bereitschaftsdienst koordiniert Hausarztbesuche und damit auch die Coronavirus-Tests. 215 Fahrzeuge sind bayernweit unterwegs.

-> Begründeter Verdacht auf Coronavirus-Infektion?

Die Tafeln, die in Deutschland 1,6 Millionen Bedürftige mit Essen versorgen, haben unter den Hamsterkäufen wegen des Coronavirus gelitten. Deren Vorsitzender hat eine große Bitte: “Es gibt wieder genug in den Supermärkten. Es wäre gut, dass man einen Teil des gehorteten Mehls oder der vielen Nudeln zur örtlichen Tafel bringt. Wir sollten die im Blick haben, die sowieso schon zu wenig haben.”

Wir waschen uns jetzt öfter die Hände und achten generell mehr auf die Sauberkeit. Eins wird aber gern vergessen: das Smartphone. Dort lauern zehnmal so viele Keime wie auf Toilettensitzen. Unser Kollege Alexander Dallmus von Bayern1 hat recherchiert und rät: Smartphone reinigen – je öfter desto besser! Zur Sicherheit vorher ausschalten. Keine Putzmittel mit Alkohol verwenden. Besser eignen sich spezielle Display-Reiniger. Keime tötet man am besten mit einem Desinfektionsspray ohne Alkohol oder mit Reinigungsmasse. Mit einer weichen Zahnbürste kommt man gut in Zwischenräume.

Italien hat weltweit die zweit meisten Infizierten. Matthias (25) lebt in Mailand. Seit drei Wochen verlässt er seine Wohnung nur, wenn es sein muss. Bislang freiwillig, jetzt ist das ganze Land Sperrzone. Seine Angst, sich anzustecken, sei zwar sehr gering, erzählt er bei Bayern 2. Er vermeide aber Risiken, weil die Klinikkapazitäten ausgelastet seien. Er erzählt von Freunden aus Südtirol, die sich freiwillig selbst 14 Tage unter Quarantäne stellen, um niemanden anzustecken. An seiner Uni gibt es eine Online-Plattform mit Videos und Podcasts der Dozenten. Diplome werden per Skype überreicht. Der Tagesticket-Podcast zum Thema.

Die Tiroler Hochschulen stellen bis auf Weiteres vorsorglich auf Fernunterricht um. Den Hochschulen stehe es aber frei, etwa für Prüfungen, Kleingruppenunterricht oder Praktika individuelle Lösungen zu finden, sagte Landeshauptmann Günther Platter. Insbesondere im medizinischen Bereich sind Ausnahmen möglich.

Professor Christian Drosten, Virologe an der Berliner Charité, hat SARS-CoV-2 so gut erforscht wie kaum ein anderer. Der führende Virusforscher Deutschlands teilt in einem täglichen Podcast beim NDR seine Erkenntnisse mit – leicht verständlich für alle.

-> Hörtipp: Das tägliche Coronavirus-Update von Prof. Drosten

Die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus macht vielen Angst. Bin ich infiziert? Werde ich sehr krank? Wie schlimm wird sich die Seuche entwickeln? Verlässliche Information kann hier helfen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung für die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

Der Bayerische Rundfunk veröffentlicht ebenfalls umfangreiche Informationen im TV, in der Mediathek, im Hörfunk und auf der BR24-Coronavirus-Sonderseite.

Das Bundesgesundheitsministerium stellt tagesaktuelle Infos bereit. Spannend sind die Pressebriefings von Minister Jens Spahn (CDU), Lothar Wieler (RKI) und Christian Drosten (Charité Berlin).

Eine virtuelle Karte der John Hopkins Universität zeigt die globalen Fälle in Echtzeit.

Bei der Weltgesundheitsorganisation WHO finden Sie Karten, Studien und die neuesten globalen Entwicklungen zu SARS-CoV-2.

Über Reisewarnungen und Bestimmungen informiert das Auswärtige Amt.

Das Coronavirus geht steil viral. Warum wir schon seit Jahren wissen, dass es so weit kommen musste, was das Coronavirus überhaupt ist, wie gefährlich es wird, wenn es mutiert und welche Verschwörungstheorien darum existieren: Possoch klärt!

-> Coronavirus-Infos von BR24 bei Youtube

Die Weltgesundheitsorganisation rät, auf das Händeschütteln zur Begrüßung zu verzichten. Über die Hände kann SARS-CoV-2 von einem Menschen auf den anderen übertragen werden. Doch auch in Zeiten von Corona muss niemand unhöflich sein. Hier sind die Top-3 der alternativen Begrüßungsformen:

Oft und gründlich Händewaschen gilt als wichtige Maßnahme gegen Infekte – ganz allgemein und auch gegen SARS-CoV-2. Wie es richtig geht, zeigt unser Video. 20 Sekunden sollten Sie investieren, um Viren den Garaus zu machen. Einfach zwei Mal “Happy Birthday” dazu singen – muss ja nicht laut sein.

Das Tragen eines Mundschutzes ist “im Augenblick vollkommen unsinnig”, sagt der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger vom Uniklinikum Regensburg. Sinnvoll seien die herkömmlichen Masken nur für Grippekranke, um andere zu schützen. Und für Ärzte und Pflegepersonal zum Schutz der Patienten. Privatpersonen bräuchten auch kein Desinfektionsmittel einzusetzen, so der Mediziner.

Im Schnellverfahren beschließt die Bundesregierung stark erweiterte Möglichkeiten für Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Epidemie. Die Erleichterungen sollen schon ab April gelten. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns und erstattet Arbeitgebern auch die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden.

-> Infos bei der Bundesagentur für Arbeit -> Politik beschließt Hilfen für Unternehmen

Banken reagierten schon sehr früh auf die Bedrohung durch das neue Coronavirus. JP Morgan etwa lässt seine Teams in drei Gruppen arbeiten: eine im Büro, eine im Homeoffice, die dritte im Backup-Gebäude außerhalb von London. Bei der Commerzbank arbeitet die Hälfte der Leute an einem Ausweichstandort im Frankfurter Umland. Ein Londoner Hedgefonds zahlt allen Angestellten die Fahrt zur Arbeit per Uber oder Taxi.

Die Schule fällt wegen Coronavirus aus, Sie und Ihre Kinder stehen unter Quarantäne – das kann langweilig werden. Wie wäre es mit Ablenkung durch den berühmtesten Kobold der Welt? Der BR hat die in HD aufbereiteten 52 Folgen von “Meister Eder und sein Pumuckl” wieder im Programm. In der Mediathek, als Hörspiel und Podcast. Ein Riesenspaß – großes Klabauter-Ehrenwort.

-> Klaro-Kindernachrichten erklären das Coronavirus

-> Warum die Krankheit bei Kindern mild verläuft

Wegen des von Italiens Regierung erlassenen Versammlungsverbots hält der Papst seine Messen derzeit ohne Gläubige ab und überträgt sie per Live-Stream. Viele Priester im Land folgen diesem Vorbild. Der Papst rief sie dazu auf, den betroffenen Menschen jetzt in dieser Krise beizustehen und Ärzte, Pflegekräfte und freiwillige Helfer moralisch zu unterstützen.

Wer kann, sollte jetzt Blutspenden. “Es ist wichtig, dass gerade jetzt in einer Frühphase der Epidemie verstärkt Blut gespendet wird, wo die Ansteckung noch auf Einzelfälle beschränkt ist, um einen Vorrat anlegen zu können”, erklärt Prof. Torsten Tonn. Das Infektionsrisiko für Blutspender sei sehr gering.

Sie gehen als Vorbild voran? Haben pragmatische Lösungen gegen das Virus, kennen engagierte Ärzte und Pflegepersonal? Dann schreiben Sie uns in die Kommentare. Wir erzählen Ihre Geschichten. Natürlich können Sie uns auch mitteilen, wenn es irgendwo hakt. Auch dem gehen wir selbstverständlich nach und werden berichten.

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