Corona: Eine Version des Delta-Virus macht das Impfen zum Wettbewerb.

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Corona: Eine Version des Delta-Virus macht das Impfen zum Wettbewerb.

Exklusiv Nur rasche Doppelimpfungen können nach Ansicht von Experten eine neue Welle im Herbst verhindern. Immunologen drängen jetzt den Gesetzgeber, schulische Vorbereitungen zu treffen.

Die Impfung wird durch die Delta-Variante zum Wettlauf.

Trotz sinkender Infektionszahlen sorgt die Delta-Variante des Virus, die zuerst in Indien aufgetaucht ist, in Deutschland für Sorge über den weiteren Verlauf der Pandemie. Bisher wurden in Bayern nur 132 Fälle der Delta-Variante gemeldet, doch die Zahl steigt. Das liege daran, dass die Mutation ansteckender sei als die britische Form und schwerere Erkrankungen hervorrufe, sagt er. “Wir beobachten die Ausbreitung der Delta-Variante hier ständig”, sagt Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Die Variante macht in Großbritannien bereits mehr als 90 Prozent aller Fälle aus. Inzwischen liegt die Inzidenzzahl wieder bei 77,5. Deshalb wurden die Erleichterungen verschoben. Holetschek erklärt: “So können wir von den Erfahrungen anderer Länder mit der Delta-Variante lernen und unseren Plan vorausschauend gestalten.”

Schulkinder sind von der Delta-Variante besonders betroffen.

Nach Daten aus England sind dort vor allem Schulkinder betroffen, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist. Carsten Watzl von der Deutschen Gesellschaft für Immunologie ergänzt: “Auch Menschen, die vor langer Zeit infiziert wurden, können sich schneller mit der Delta-Variante anstecken.” Das grundsätzliche Problem sei aber, dass die Delta-Variante der Immunantwort einer ersten Impfung ausweiche, was bei den Impfstoffen von AstraZeneca und mRNA bedeute, dass erst die zweite Immunisierung einen ausreichenden Schutz biete. Derzeit haben nur etwa 28% der Bundesbürger zwei Impfungen erhalten, weitere 20% haben nur die Hauptimpfung erhalten. Die Ergebnisse aus Großbritannien zeigen dagegen deutlich, dass ein ausreichender immunologischer Schutz gegen die Delta-Form erst nach der zweiten Impfung erreicht wird.

“Es ist davon auszugehen, dass die Delta-Variante spätestens im September die vorherrschende Variante in Deutschland sein wird”, mahnt Immunologe Watzl. “Aufgrund der niedrigen Inzidenzzahlen ist es daher wichtig, dass sich Personen jetzt nicht zu spät impfen lassen”, warnt der Professor. “Wenn die Zahlen im Herbst ansteigen, kann es zu spät sein, sich impfen zu lassen, weil der erste Impfstoff keinen guten Schutz gegen das Virus bietet und der volle Schutz erst nach etwa eineinhalb Monaten erreicht ist.”

Immunologen fordern die Politiker auf, sich auf einen neuen Ansturm von Infektionen vorzubereiten.

Die vorhergesagte vierte Welle wird nicht so gefährlich sein, solange nicht genügend Menschen einen vollständigen Schutz erlangen. Dies ist eine gekürzte Version der Informationen. Lesen Sie weiter in einer anderen Newsmeldung.

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