Chinas Ground Zero meldet Virusinfektionen

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China meldete am Montag einen zweiten Tag mit neuen Fällen von Coronavirus in Wuhan nach einem Monat ohne Neuinfektionen im globalen Epizentrum der Pandemie und warnte eindringlich vor den Gefahren einer neuen Welle.

Das Virus trat erstmals Ende letzten Jahres auf, fegte durch die Stadt und die umliegende Provinz Hubei, tötete Tausende und erkrankte noch viele mehr.

Es verbreitete sich anschließend auf der ganzen Welt.

Die Behörden in Wuhan verhängten drakonische Beschränkungen für Reisen und Bewegung, was anscheinend ein erfolgreicher Versuch war, den Ausbruch zu unterdrücken.

Diese Sperrung begann sich in den letzten Wochen zu lockern, als die Behörden sagten, die Krankheit sei unter Kontrolle, zuletzt mit Kindern, die zur Schule zurückkehren und von und nach der Stadt reisen dürfen.

Am Sonntag gaben die Behörden jedoch zu, dass eine Person in Wuhan positiv auf das Virus getestet worden war, und einen Tag später gaben sie an, dass es fünf weitere Fälle gab.

Die örtlichen Gesundheitsbehörden sagten, die neuen Fälle stammten alle aus demselben Wohngebiet, hauptsächlich ältere Menschen.

Es wurden auch 11 neue „asymptomatische“ Fälle in der Provinz Hubei gemeldet. China erfasst symptomatische und asymptomatische Fälle getrennt.

Die Nachricht von Neuinfektionen am globalen Ground Zero kommt, da viele europäische Nationen die schwierige Aufgabe beginnen, aus den Sperren herauszukommen, die verhängt wurden, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Dies kommt auch daher, dass Teile der Vereinigten Staaten – trotz immer noch steigender Infektionsraten – die Bewegungsbeschränkungen lockern und die Bürger nach Regeln scheuern, von denen viele sagen, dass sie von der Regierung überfordert sind.

Gesundheitsexperten warnen davor, dass eine zu voreilige Normalisierung eine zweite Infektionswelle auslösen könnte, und weisen darauf hin, dass die Beschränkungen bestehen bleiben müssen, bis ein Impfstoff vorliegt.

Zu den neuen Fällen am Montag in China gehörten auch fünf im Nordosten.

Laut CCTV wurden am Wochenende mindestens 11 Fälle gemeldet, die mit einem örtlichen Wäschereiarbeiter in Verbindung standen. Dies führte zur landesweiten Sperrung von Shulan mit rund 670.000 Einwohnern.

Das Virus hat inzwischen weltweit mehr als vier Millionen Menschen infiziert – mehr als 280.000 Menschenleben – und die Weltwirtschaft lahmgelegt.

Die Gesamtzahl der in China infizierten Menschen beträgt rund 83.000, wobei mehr als 4.600 Menschen sterben.

Seit fast einem Monat wurden landesweit keine neuen Todesfälle gemeldet, und das Leben in China normalisierte sich nach Monaten der Störung allmählich wieder.

Shanghai Disneyland wurde am Montag wiedereröffnet, während die nationale Regierung letzte Woche grünes Licht für die Wiedereröffnung von Kinos und Sportstätten gab.

China wurde im In- und Ausland kritisiert, weil es das Virus heruntergespielt und Informationen über den Ausbruch verschwiegen hatte, als er zum ersten Mal in Wuhan auftauchte. Es wurde auch Zweifel an der offiziellen Maut geäußert.

Peking hat darauf bestanden, Informationen stets rechtzeitig an die Weltgesundheitsorganisation und andere Länder weiterzugeben.

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