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Chalamets Lob verhallt: Stardinner und Galas prägen den Londoner Kulturbetrieb

In London überschnitten sich diese Woche die Wege der Prominenz aus Film, Theater und Mode bei einer Reihe von Veranstaltungen, die von politischem Engagement bis zu verspäteten Jubiläen reichten. Während bei den Critics’ Circle Film Awards im May Fair Hotel eine herbe Enttäuschung den entspannten Ton prägte, standen andernorts Wohltätigkeit und kulinarische Genüsse im Vordergrund.

Eine versäumte Ehrung und großzügige Spenden

Bei der Preisverleihung des Kritikerverbands, die bewusst auf großen Medienrummel verzichtete, sorgte ein kurzer Auftritt für nachhaltige Erinnerung. Cynthia Erivo, ausgezeichnet mit dem Innovation Award, traf verspätet ein, gab während ihrer Dankesrede eine Gesangseinlage und verließ die Feier bald wieder. Dies bekam später Timothée Chalamet zu spüren, der als „Schauspieler des Jahres“ geehrt wurde. Er hatte eine liebevolle Rede auf Erivo vorbereitet, musste aber feststellen, dass sie bereits gegangen war. „Ich habe etwas Nettes für Cynthia geschrieben, und sie ist weg“, seufzte er und blätterte theatralisch in seinen Notizen. Zu den weiteren Preisträgern gehörten Jessie Buckley als beste Schauspielerin und Regisseur Paul Thomas Anderson für „One Battle After Another“.

Unterdessen verlief eine Gala im Savoy Hotel mit sehr konkretem Ziel: Die Schauspieler Jonathan Pryce und Mark Rylance halfen dabei, über 300.000 Pfund für medizinische Helfer in Gaza zu sammeln. Die Benefizveranstaltung trug den Namen „Health Workers 4 Palestine Gala“.

Jubiläen, kulinarische Touren und kritische Töne

Parallel dazu feierte die Filmemacherin Joanna Hogg im Restaurant Mazarine in Mayfair ein etwas vorgezogenes 20-jähriges Jubiläum ihres Debütfilms „Unrelated“, in dem ein junger Tom Hiddleston mitwirkte. Tilda Swinton hob mit ihr das Glas. Nur wenige Schritte entfernt, im Rosewood Hotel, genossen die Schauspieler Jack Fox, Malachi Kirby und Douglas Booth ein aufwändiges Sechs-Gänge-Menü im neuen Japan-Lokal Tobi Masa.

Einen kritischen Blick auf die Branche warf unterdessen Jacob Elordi. Bei einer Fragestunde in der Royal Academy über seine Rolle als Monster in Guillermo del Toros „Frankenstein“ äußerte er sich abschätzig über Hollywood, das er als „durchsichtig und oberflächlich“ bezeichnete und das Kunst in ein „großes kapitalistisches Projekt“ verwandle. Anwesend waren unter anderen die Autorin Yomi Adegoke und die Schauspielerinnen Genevieve Gaunt und Genevieve Chenneour.

Abseits der etablierten Kulturszene machte ein ungewöhnliches Modeaccessoire von sich reden: Die bei Generation Z beliebte Marke Starface lancierte in Kooperation mit Designerin Ashley Williams limitierte Pickelpflaster mit dem Aufdruck „I heart me“. Der Launch fand in der angesagten Buchhandlung Climax in Clerkenwell statt, wo Model Lily Nova und Kuratorin Olive Parker zu Gast waren. Für wohltätige Zwecke setzte sich auch Model Mia Regan ein, die eine Veranstaltung für die Tendi Sherpa Foundation zugunsten ländlicher Gemeinden in Nepal ausrichtete.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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